Im Gemeinschaftsunternehmen E.go Moove widmet sich Automobilzulieferer ZF vor allem einem passenden Antriebssystem für den autonomen People und Cargo Mover. Darüber hinaus will das Unternehmen seine ADAS-, Fahrwerks- sowie Sensor-Fusion-Technologien beisteuern. Die skalierbare Supercomputing-Steuerbox ZF ProAI soll dabei als ins Fahrzeug integriertes, Cloud-updatefähiges System eine zentrale Rolle spielen. Die lernfähige, auf künstliche Intelligenz-Algorithmen für Vehicle-to-Infrastructure-Applikationen ausgelegte Box kann mit anderen Fahrzeugen und mit der Umgebung kommunizieren und so im Sinne einer Schwarmintelligenz Fahrzeugflotten sicherer und effizienter machen. ZF, Nvidia und E.Go Mobile arbeiten gemeinsam an der Entwicklung und Validierung von autonomen Fahrfunktionen für den E.Go Mover.

Prof. Dr. Günther Schuh (rechts), CEO der E.Go Mobile, und Torsten Gollewski (links), Leiter der Vorentwicklung bei ZF und Geschäftsführer der Zukunft Ventures, präsentieren den People und Cargo Mover.

Prof. Dr. Günther Schuh (rechts), CEO der E.Go Mobile, und Torsten Gollewski (links), Leiter der Vorentwicklung bei ZF und Geschäftsführer von Zukunft Ventures, präsentieren den People und Cargo Mover. ZF

Prof. Dr. Günther Schuh, Gründer und CEO der E.Go Mobile: „Neue Fahrzeugkonzepte wie elektrisch angetriebene People und Cargo Mover müssen hochiterativ entwickelt und gleichzeitig kostengünstig industrialisiert werden.“ Die E.Go Mobile hat auf dem Campus der RWTH Aachen eine weitgehend vernetzte Industrie 4.0-Infrastruktur installiert, mit der sie homologationsfähige Fahrzeuge aufbauen und serientauglich entwickeln kann. „Mit dem starken Partner ZF können wir nun schon kurzfristig Städten und den Treibern neuer Mobilität zulassungstaugliche Testflotten anbieten, da unsere Start-up-Dynamik mit der Industrialisierungskompetenz und dem Marktzugang von ZF zusammenkommt“, sagt Schuh. Das vereinbarte Joint Venture wird seinen Sitz in Aachen haben. Dort haben Ingenieure sowie Fertigungs- und Vertriebsexperten bereits die Arbeit aufgenommen, um einen zügigen Markteintritt zu ermöglichen.

ZF sieht weltweit große Zukunftspotenziale für elektrische und autonome Fahrzeuge sowohl für die Beförderung von Personen als auch für Lastentransporte. So prognostiziert die im November 2016 veröffentlichte Zukunftsstudie vor allem im innerstädtischen Logistikbereich bis 2030 enorme Zuwächse. Dr. Stefan Sommer: „Mit den E.Go People und Cargo Movern zeigen wir unsere Kompetenz bei intelligenten mechanischen Systemen sowie beim autonomen Fahren – und damit bei Mobilitätslösungen der Zukunft.“