ZKW beschichtet in dem neuen Werk Abdeckscheiben für Premium-Scheinwerfer im Hard-Coating-Verfahren.„Die gesamte Produktion dieses Standorts, drei Millionen Stück pro Jahr, ist ausschließlich für europäische OEM-Werke bestimmt“, erklärt Oliver Schubert, CEO der ZKW Group im Gespräch mit AUTOMOBIL-ELEKTRONIK. Weltweit produziert ZKW rund sechs Millionen Scheinwerfer im Jahr. Nach Schuberts Angaben setzt ZKW in diesem Jahr in Summe rund 940 Millionen Euro um. „Gegenüber dem Vorjahr ist unser Umsatz um etwa 200 Millionen Euro gestiegen“, führt Oliver Schubert weiter aus. Der Grund für diesen prozentual hohen Anstieg ist eine Verdopplung der Stückzahlen bei einem großen Kunden von ZKW. Bei LED-Scheinwerfern entwickelt das Unternehmen auch die Elektronik – Hardware und Software – im eigenen Hause und fertigt auch den größten Teil der Elektronik selbst.

Oliver Schubert (ZKW): „Das klassische Licht, so wie es heute ist, wird sich massiv verändern.“

Oliver Schubert (ZKW): „Das klassische Licht, so wie es heute ist, wird sich massiv verändern.“ Alfred Vollmer

Oliver Schubert gibt sich optimistisch: „Wir trauen uns ein kontinuierliches Wachstum von 3 bis 5 Prozent pro Jahr zu. Unser Ziel ist es, im Jahr 2017 die Umsatzgrenze von 1 Milliarde Euro zu überschreiten“ – ein Volumen, das nur wenige andere rein im Familienbesitz befindliche Unternehmen erreichen.

Erst im Mai hatte ZKW ein Werk in Mexiko mit einer Kapazität von 800.000 Scheinwerfern pro Jahr für den NAFTA-Markt eröffnet, und „wir werden sicherlich eine Erweiterung in China planen“, ergänzt Oliver Schubert. In drei oder vier Jahren soll dann ein weiteres neues Werk in Europa entstehen. „Wesentlicher Faktor bei der Standortwahl ist bei uns stets die Verfügbarkeit mit qualifizierten Führungskräften und Mitarbeitern.“

Gerade in Hinblick auf das automatisierte Fahren sei ein Systemlieferant für ein Gesamtsystem gefragt, und dafür stelle sich ZKW jetzt auf, denn „der Scheinwerfer als Produkt verändert sich massiv, und damit auch die Anforderungen daran“, stellt Oliver Schubert fest. „Das klassische Licht, so wie es heute ist, wird sich massiv verändern.“