Unter dem, seit dem Frühjahr dieses Jahres aktiven neuen CEO William P. Sullivan wird Agilent wieder zur reinen Messtechnik-Firma. Den Zuschlag in der schon seit gut zwei Monaten laufenden und von Goldman Sachs & Co. organisierten Auktion zum Verkauf des Halbleiterbereichs erhielten jetzt die Investmenthäuser Kohlberg Kravis Roberts & Co. und Silver Lake Partners für einen Gesamtpreis von 2,66 Mrd. $. Sie haben sich damit gegen die anderen beiden Bietergruppen Bain Capital und Warburg Pincus sowie der Texas Pacific Group, CVC Partners und Francisco Partners durchgesetzt. Der Halbleiterbereich erzielt etwa ein Viertel der Agilent-Gesamtumsatzes von für dieses Geschäftsjahr geschätzten 7 Mrd. $.


Außerdem wurde bekannt gegeben, dass die 47%-Beteiligung am LED-Hersteller Lumileds für insgesamt 1 Mrd. $ an die Royal Philips Electronics geht. Beide Verkäufe bedürfen noch der Zustimmung der Kartellbehörden; Agilent rechnet mit einem Abschluss bis 30 Oktober, dem Ende des Geschäftsjahres. Für das nächste Jahr ist die Ausgründung (Spin-off) des System-on-Chip- und Speicher-Testbereichs geplant. Laut Agilent können durch die Verkäufe Infrastrukturkosten von 450 Mio. $ eingespart werden; betroffen sollen davon weltweit ca. 1300 Mitarbeiter sein.. Was macht Agilent mit den rund 4 Mrd. $? Es sollen u.a. eigene Aktien zurückgekauft werden.(jj)