Roland Bent, Mitglied des Vorstands des ZVEI-Fachverbands Automation und Geschäftsführer bei Phoenix Contact, erwartet weiterhin ein Wachstum der elektrischen Automation.

Roland Bent, Mitglied des Vorstands des ZVEI-Fachverbands Automation und Geschäftsführer bei Phoenix Contact, erwartet weiterhin ein Wachstum der elektrischen Automation. Phoenix Contact

Roland Bent, Mitglied des Vorstands des ZVEI-Fachverbands Automation und Geschäftsführer bei Phoenix Contact, stellte die Zahlen vor. In den ersten neun Monaten des Jahres 2014 kommt die elektrische Automation demnach insgesamt in Deutschland auf einen Umsatz von 34,5 Milliarden Euro und bleibt damit auf dem Niveau des Vorjahres. Der Auftragseingang ist nach zwei rückläufigen Jahren um 2,9 % gewachsen. Auch im Export konnte Deutschland zulegen, erklärt Bent: „Die Ausfuhren der drei Automations-Sparten zusammen sind im Zeitraum Januar bis September 2014 gegenüber dem gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr um 3 % auf 25,8 Milliarden Euro angestiegen.“ Insgesamt bleibt die Rolle Europas als Abnehmer mit 55 % unverändert stark, gefolgt von Südostasien inklusive China mit 23 %. Bent beschreibt: „Unsere Exporte in die EU sind um 5,1 % gewachsen, die in europäische Länder außerhalb der EU sind dagegen um 7,9 % zusammengebrochen; ein Teil davon infolge des Russland/Ukraine-Konflikts.“ Das Exportplus in die USA fiel mit 1,1 % nicht mehr so hoch aus wie im vergangenen Jahr (2013: 5,4 %). Bent erklärt den Rückgang mit dem abgearbeiteten Boom im Fracking-Bereich. Die Exporte nach China haben um 11,9 % zugelegt, die nach Südostasien (außer China) um 6,8 %.

Importiert hat Deutschland in den ersten neun Monaten des Jahres Erzeugnisse der elektrischen Automation im Wert von 13,7 Milliarden Euro – 8,5 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Zwei Drittel der Importe kommen nach wie vor aus Europa, ein Viertel aus Südostasien und China.

Im Vergleich zum Vorjahr blieb der Umsatz nahezu konstant.

Im Vergleich zum Vorjahr blieb der Umsatz nahezu konstant. Destatis und ZVEI (eigene Berechnungen)

Die allgemeine Wirtschaftslage trübt die Freude ein wenig. Das liegt nach Aussagen Bents vor allem an geringen Investitionen der Unternehmen, aber auch an Unsicherheiten, unter anderem aus Osteuropa und dem arabischen Raum. Gleichzeitig wachsen jedoch auch die Exporte in einigen Teilen der Welt. Bent sieht daher keinen Grund zur Beunruhigung: „In einer Kurz-Umfrage bestätigen die Unternehmen der Automatisierungstechnik ihren bisherigen Optimismus. Die Zeiten von Rekordzuwächsen sind zwar vorüber. Die elektrische Automatisierung erwartet aber bis zum Jahresende – und bis ins kommende Jahr hinein – Wachstum im unteren einstelligen Bereich.“

SPS IPC Drives 2014
Halle 2, Stand 419