Die Initiativen der Europäischen Kommission zur Harmonisierung der Cybersicherheit seien deshalb ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings bräuchten die Verbände mehr Klarheit über die Umsetzung und die Beteiligung der Hersteller. Anlass der Konferenz im Europäischen Parlament in Brüssel war die offizielle Veröffentlichung eines gemeinsamen Positionspapiers zur Cybersicherheit – das Ergebnis einer bilateralen Zusammenarbeit zwischen dem ZVEI und seinem französischen Partnerverband FIEEC (Fédération des Industries Electriques, Electroniques et de Communication).

Security-by-Design

„Als Anbieter und Nutzer von Cybersecurity-Lösungen unterstützen unsere Verbände das Konzept „Security-by-Design“ ausdrücklich“, ergänzt Eric Jourde, CEO von FIEEC. Die Verbände setzen sich dafür ein, ein Sicherheitsniveau zu gewährleisten, um den Herausforderungen einer Europäischen Digitalen Union zu begegnen. „Zum Nutzen von Unternehmen, Verwaltungen und Verbrauchern“, so Jourde.

An der Konferenz nahmen Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft teil, um Maßnahmen und Initiativen zu diskutieren, die sich mit Cybersicherheit und dem Aufbau von Vertrauen in digitale Technologien und den Europäischen Digitalen Binnenmarkt auseinandersetzen.

Aus Sicht von FIEEC und ZVEI müssen alle politischen Maßnahmen zur Cybersicherheit eingehend geprüft, die Folgen regelmäßig abgeschätzt sowie Interessengruppen umfassend einbezogen werden. Eine überstürzte pauschale Einheitsregelung könnte am Ende weniger Cybersicherheit in Produkten, Prozessen und Systemen zur Folge haben. Die FIEEC- und ZVEI-Experten betonten außerdem, dass Lösungen auf dem neuesten Stand der Technik basieren müssten sowie Risiken und das erforderliche Sicherheitsniveau angemessen berücksichtigt werden sollten.

Ein Ansatz ist das EU finanzierte Innovationsprojekt zur Sicherheit des Internets der Dinge. „Protecting Digital Industries“ unter der Leitung von Fujitsu.