Nachdem die Bestellungen bei der deutschen Elektroindustrie im Vormonat nahezu stagnierten, gingen sie im Monat Mai wieder zweistellig nach oben. Dank des starken Zuwachses lagen die Werte 14,7 % über dem des Vorjahres, wobei die Inlands- und Auslandsaufträge um 13,4 beziehungsweise 15,6 % stiegen. Kumuliert waren die Auftragseingänge von Januar bis Mai 2017 9,1 % über denen des Vorjahreszeitraums. Hier erhöhten sich die Bestellungen aus In- und Ausland um 8,8 sowie 9,4 %. Mit 14,8 % stiegen die Aufträge aus der Eurozone dabei deutlich stärker an als die aus Drittländern, die im gleichen Zeitraum um 6,2 % wuchsen.

Die Zahlen für den Auftragseingang in der Elektroindustrie lagen im Mai deutlich über den Vorjahreswerten.

Die Zahlen für den Auftragseingang in der Elektroindustrie lagen im Mai deutlich über den Vorjahreswerten. ZVEI

Zugleich stieg die Produktion der heimischen Elektroindustrie im Mai um 11,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Für den Gesamtzeitraum von Januar bis Mai dieses Jahres steht damit ein Plus von 5,3 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum zu Buche. Die im April noch leicht rückläufigen Erlöse der Elektrounternehmen stiegen im Mai 2017 um 12,3 % gegenüber dem Vorjahr und lagen damit bei 15,8 Milliarden Euro. Dabei machen die Inlandserlöse 7,5 Milliarden Euro (+10,8 %) und die Auslandserlöse 8,3 Milliarden Euro (+13,6 %) aus. Hier machten die Erlöse aus dem Euroraum rund 3,0 Milliarden Euro aus, was einem Ansteigt von 17,5 % entspricht. Mit den Drittländern erwirtschafteten die deutschen Unternehmen 5,3 Milliarden Euro, 11,4 % mehr als noch vor einem Jahr.

Insgesamt lag der Branchenumsatz von Januar bis Mai bei 75,7 Milliarden Euro und damit 7,1 % über dem Vorjahreszeitraum. Erlöse aus dem Inland wuchsen dabei um 4,1 % auf 35,9 Milliarden Euro, die Auslandserlöse stiegen sogar mehr als doppelt so stark um 9,7 % auf 39,8 Milliarden Euro.

Unverändert hoch bleibt das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie. Die Beurteilung der aktuellen Lage fiel deutlich besser aus als noch im Mai, jedoch gingen die allgemeinen Geschäftserwartungen zurück. So sehen 64 % der Unternehmen ihre aktuelle Situation im Juni als gut, 30 % als stabil und lediglich 6 % als schlecht. Für die kommenden sechs Monate gehen 21 % der Firmen von anziehenden, 74 % von gleichbleibenden und lediglich 5 % von nachlassenden Geschäften aus.