"Das Internet der Dinge beherrschen wir in Deutschland gut, die Dienste allerdings noch nicht", sagte Dr. Mittelbach. "Insgesamt müssen wir mehr Fahrt aufnehmen. Die USA, aber auch andere Regionen, holen schnell auf."

„Das Internet der Dinge beherrschen wir in Deutschland gut, die Dienste allerdings noch nicht“, sagte Dr. Mittelbach. „Insgesamt müssen wir mehr Fahrt aufnehmen. Die USA, aber auch andere Regionen, holen schnell auf.“ZVEI

Trotz der im Verlauf des vergangenen Jahres immer ungünstiger gewordenen globalen Rahmenbedingungen hat die deutsche Elektroindustrie von Januar bis November 2014 ihre reale Produktion um 2,4 % gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum steigern können. Der nominale Umsatz der Unternehmen hat in den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres um 2,6 % auf 156,6 Milliarden Euro zugelegt. Im Gesamtjahr 2014 dürften die Erlöse auf 171 Milliarden Euro gestiegen sein. Trotz starker monatlicher Schwankungen lag die Entwicklung der Elektroindustrie damit unter dem Strich im Rahmen der Erwartungen.

Exporte gestiegen

Die Exporte (inklusive Re-Exporten) sind zwischen Januar und Oktober 2014 um 3,9 % gegenüber Vorjahr auf 136,8 Milliarden Euro gestiegen. Mit 83,2 Milliarden Euro (plus 3,4 %) wurden immer noch knapp zwei Drittel aller Branchenausfuhren in Europa abgesetzt. Die meisten Exporte gingen nach China. Das Land nahm mit 12,3 Milliarden Euro um 15,9 % höhere Elektroausfuhren aus Deutschland auf und hat damit die USA als bislang größten Abnehmer abgelöst. Dorthin nahmen die Ausfuhren um 3,2 % auf 11,3 Milliarden Euro zu. Frankreich ist drittgrößter Absatzmarkt geblieben. Mit 9,5 Milliarden Euro stieg das Exportvolumen in unser Nachbarland um 2,9 %.

Russland schwächelte bereits vor der Ukraine-Krise

Russland war 2012 noch neuntgrößter Abnehmer deutscher Elektroausfuhren. Seit 2013 – also bereits vor der Eskalation der Ukraine-Krise – sind die Elektroausfuhren nach Russland allerdings rückläufig. 2014 hat sich dieser Rückgang deutlich verstärkt – inzwischen ist Russland auf Platz 13 im Abnehmer-Ranking zurückgefallen. Zwischen Januar und Oktober des vergangenen Jahres lag das Exportvolumen nur noch bei 3,6 Milliarden Euro. Das sind 21,9 % weniger als im Jahr davor.