Laut der Studie „Mikroelektronik – Trendanalyse bis 2022“, die der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI) am 12. April in München vorstellte, betrug der europäische Markt 38 Milliarden US-Dollar. Europäer sind demnach führend bei Halbleitern für die Segmente Automobilelektronik und Industrieelektronik. Mit Portfolio-Anteilen von 33 und 24 Prozent sind die Europäer im weltweiten Vergleich am stärksten auf diese Wachstumsfelder fokussiert.

Mikroelektronik

Dr. Ulrich Schäfer, Marktexperte Mikroelektronik des ZVEI, stellte die Studie „Mikroelektronik – Trendanalyse bis 2022“ in München vor. Maris Robles

Der Mikroelektronik-Trendanalyse des ZVEI zufolge lassen diese Segmente in den kommenden fünf Jahren weiter hohe Zuwächse erwarten. Abnehmer sind hier vor allem die Hersteller von Automobil-Elektronik und die Unternehmen der Automation. Immer mehr Fahrerassistenzsysteme und die Elektromobilität sind dabei die Treiber im Bereich Automobilelektronik. Industrie 4.0 und das Internet of Things sind die Herausforderungen der Industrieelektronik.

Asiens Weltmarktanteil war 2017 mit gut 61 Prozent dominierend. Allein auf China entfielen 131 Milliarden US-Dollar von den insgesamt 412 Milliarden US-Dollar. Damit war dieses Land erstmals der größte Einzelmarkt weltweit.

Der Analyse des ZVEI zufolge zeigt China künftig mit plus 4,6 Prozent weiterhin das größte Wachstum. Der chinesische Markt wird bis 2022 auf 165 Milliarden US-Dollar ansteigen. Sein Anteil wächst damit leicht auf ein Drittel des Weltmarkts. Der europäische Markt an Halbleitern wächst nur um gut drei Prozent. Sein Anteil am Weltmarkt wird dadurch auf dem heutigen Niveau von neun Prozent bleiben. Mehr über die Details der Mikroelektronik-Studie des ZVEI erfahren Sie auf unserem Portal all-electronics.de unter infoDIREKT 100ae0418 in einer Bildergalerie.