Kunststoffgliederketten dürfen nicht unter Spannung stehen, da sie ansonsten schneller verschleißen. Der erforderliche „Durchhänger“ ist jedoch für den Reversierbetrieb problematisch: Positioniert man für den Reversierbetrieb eine Antriebseinheit mittig zwischen dem Vor- und Rücklauf, droht die Kette bei Richtungswechseln über die Führung zu springen. Um dieses Problem zu beseitigen, entwickelte der Hersteller eine Zwangsführung für Kunststoffmodulbänder. Sie führt die Kunststoffglieder sicher über die Führungsnuten des Trommelmotors und hält auch beim Richtungswechsel die Kette sicher in der Führung.


Die Pilotanwendung ist ein Staukreisel für medizinische Ampullen, der zur alternierenden Belieferung von Verpackungsmaschinen zwei kleinere Ausschleusungen hat. Das Funktionsprinzip ist hierbei wie folgt: Zwei Modulbänder werden parallel positioniert und gegenläufig betrieben. Über die Endköpfe der beiden Bänder ist eine halbrunde Reling mit rechts- oder linksläufig ausführenden Schleusen angebracht. Die im Staubetrieb auf den Bändern kreisförmig rotierenden Ampullen werden somit je nach Laufrichtung der Bänder durch eine der beiden Schleusen geführt.