Auch Siemens bekommt die momentan schwierigen Marktbedingungen zu spüren.

Auch Siemens bekommt die momentan schwierigen Marktbedingungen zu spüren.Siemens

Der Auftragseingang des zweiten Quartals stieg gegenüber dem Vorjahreswert um 20 % auf 21,451 Milliarden Euro, vor allem aufgrund von Großaufträgen. Der Auftragsbestand von Siemens erhöhte sich zum Quartalsende auf 101 Milliarden Euro. Der Umsatz im zweiten Quartal lag mit 18,011 Milliarden Euro um 7 % unter dem Vorjahresniveau. Der Gewinn nach Steuern verbesserte sich auf 1,030 Milliarden Euro. Die Verbesserung ist im Wesentlichen auf die nicht fortgeführten Aktivitäten (aufgegebene Segmente oder Bereiche) zurückzuführen, die im abgelaufenen Quartal einen Gewinn in Höhe von 48 Millionen Euro beitrugen. Geografisch gesehen war der Umsatz überall rückläufig. Dabei nahm er in Asien, Australien und Amerika prozentual zweistellig ab. Beim Auftragseingang waren die Rückgänge gleichmäßiger über die Regionen verteilt, fielen jedoch besonders deutlich in den Märkten China und Deutschland aus.

Siemens geht für 2013 nun von einem moderaten Rückgang des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr aus. Im Rahmen des Programms ‚Siemens 2014‘ erwartet das Unternehmen Belastungen von insgesamt bis zu 0,9 Milliarden Euro für das ganze Geschäftsjahr. Der Gewinn soll bei rund 4,5 Milliarden Euro liegen.

Das Ergebnis aller Sektoren ging vor allem aufgrund gesunkener Ergebnisse bei Industry und Infrastructure & Cities auf 1,374 Milliarden Euro zurück. Bei Industry nahm das Ergebnis von 662 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 350 Millionen Euro ab. Siemens führt dies hauptsächlich auf schwierigere Marktbedingungen bei kurzzyklischen Geschäften zurück. Das Produktivitätsprogramm ‚Siemens 2014‘ belastete den Geschäftsbereich mit 49 Millionen Euro. Der Großteil der Belastungen fiel bei Drive Technologies an.

Industry Automation schwächelt

In beiden Industrie-Bereiche sank Umsatz, Ergebnis und Auftragseingang.

In beiden Industrie-Bereiche sank Umsatz, Ergebnis und Auftragseingang.Siemens

Das Ergebnis von Industry Automation ging im Vorjahresvergleich stark zurück und betrug 201 Millionen Euro. Ausschlaggebend war ein rückläufiger Umsatz, der zu einer geringeren Kapazitätsauslastung und einem weniger vorteilhaften Umsatz-Mix im Vergleich zum Vorjahresquartal führte. Daneben wirkten im Ergebnis, beginnend mit dem abgelaufenen Berichtszeitraum, Effekte in Zusammenhang mit der Integration von LMS International NV (LMS). Sowohl Umsatz als auch Auftragseingang nahmen um 7 % ab und enthalten Rückgänge in den meisten Geschäften des Geschäftsbereichs. Eine Ausnahme stellten die Geschäfte mit industrieller IT und Software dar, die von den jüngsten Akquisitionen, einschließlich LMS, profitierten.

Umsatz bei Drive Technologies minus 10 %

Bei Drive Technologies ging das Ergebnis im zweiten Quartal auf 147 Millionen Euro zurück. Dies lag hauptsächlich an Ergebnisrückgängen bei den höhermargigen kurzzyklischen Geschäften und dem Geschäft im Bereich Erneuerbarer Energien. Der Umsatz dieser Geschäfte ging im Vorjahresvergleich prozentual zweistellig zurück. Der Umsatz der Division insgesamt nahm im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahresniveau um 10 % ab. Dabei war sowohl in der Region Amerika als auch in Asien, Australien ein prozentual zweistelliger Rückgang zu verzeichnen. Der Auftragseingang war um 11 % rückläufig, vor allem aufgrund der schwächeren Nachfrage in Europa.