Industrie 4.0 mit Geldscheinmuster

Bei Industrie 4.0 geht es nicht einfach nur darum, an der Fertigungsstraße einen PC aufzustellen und mit dem Internet zu verbinden. Vielmehr ist es das Ziel, Wettbewerbsvorteile zu erzielen – entweder durch Effizienzsteigerung oder neue Angebote. Gerade nach Corona wird dies immer wichtiger werden. Bank Phrom – Unsplash

Entstanden ist das Thesenpapier unter der Prämisse, dass die Covid-19 Pandemie von Unternehmen und der Arbeitswelt „nicht nur kurzfristiges Krisenmanagement, sondern vor allem die Entwicklung strategischer Handlungsoptionen für die Zukunft“ verlange. Dabei zeichne sich bereits heut ab – obwohl noch mitten in der Krise – dass „die Pandemie wie ein Katalysator existierende Trends verstärkt und damit unseren wirtschaftlichen Alltag grundlegend verändern sowie neue Gewinner hervorbringen wird“. Dabei würden sich vor allem jene neuen Geschäftsmodelle durchsetzen, die auf veränderte wirtschaftliche wie gesellschaftliche Verhaltensweisen und neue Nachfragen reagieren.

10 Thesen zur Zukunft digitaler Geschäftsmodelle

Vor diesem Hintergrund hat die Arbeitsgruppe „Digitale Geschäftsmodelle in der Industrie 4.0“ der Plattform Industrie 4.0 zehn Thesen zur Zukunft digitaler Geschäftsmodelle in der Industrie 4.0 formuliert. Diese Thesen sollen Unternehmen sowohl Impulse als auch Inspiration geben, sich aus strategischer Perspektive mit den Konsequenzen der Covid-19 Pandemie im Kontext von Industrie 4.0 auseinanderzusetzen.

Hier die 10 Thesen:

  • 1. Schub für Digitalisierung und digitale Geschäftsmodelle – skalierbare digitale Infrastrukturen und hochperformante Kommunikationsnetze gewinnen an Bedeutung
  • 2. Flexibilität und Agilität werden zur Grundlage der Wettbewerbsfähigkeit
  • 3. Resilienz von Wertschöpfungsnetzwerken als neuer Business Case
  • 4. Anpassung von Konstruktion und Wertschöpfung an eine lokalere Produktion
  • 5. Neue Ökosysteme und Marktplätze entstehen
  • 6. Innovative Erlösmodelle werden ausgebaut
  • 7. Kompetenzanforderungen ändern sich zunehmend
  • 8. Bedeutungsgewinn von Remote Services („Physical Distancing“ der Produktion)
  • 9. Flexibilisierung der Arbeit schreitet voran: Neue Arbeits- und Lernformen entstehen
  • 10. Digitalisierung als Enabler für Nachhaltigkeit

Welches Ziel verfolgt die Plattform Industrie 4.0?

Übersicht der Plattform Industrie 4.0

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Bundesforschungsministerin Anja Karliczek leiten die Plattform gemeinsam mit hochrangigen Vertretern aus Unternehmen, Wissenschaft, Verbänden und Gewerkschaften. Expertinnen und Experten erarbeiten in Arbeitsgruppen Strategien, fachliche Lösungsansätze und Empfehlungen zu den wichtigsten Themen der Industrie 4.0. Plattform Industrie 4.0

Laut eigenen Angaben will die Plattform Industrie 4.0 die weltweite Spitzenposition Deutschlands in der produzierenden Industrie sichern und ausbauen. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaften tragen die Plattform. Gemeinsam entwickeln sie ein einheitliches Grundverständnis von Industrie 4.0, bringen es in die Öffentlichkeit und stoßen eine gesellschaftliche Diskussion an. Sie wollen

  • den digitalen Strukturwandel der Industrie koordiniert und geordnet gestalten,
  • verlässliche Rahmenbedingungen für Unternehmen und Beschäftigte schaffen, sowie
  • eine bedarfsgerechte Industriepolitik für einen wettbewerbsfähigen Standort Deutschland erreichen.

Kernthemen sind:

  • Arbeitsorganisation,
  • IT-Sicherheit und Datenschutz,
  • Qualifizierung von Fachkräften, sowie
  • Entwicklung einheitlicher Normen und Standards.

Die Plattform ermöglicht es den Teilnehmenden auch, Allianzen und Netzwerke zu initiieren. Sie sollen relevante Trends und Entwicklungen einer digitalisierten Industrie besser identifizieren können. Der deutsche Mittelstand findet in der Plattform konkrete Handlungsempfehlungen und Best Practices, um Industrie 4.0 umzusetzten.