Der Elektroabsatz in Deutschland erreicht im August 2020 wiederum ein Rekordniveau mit einem Marktanteil von 13,2 % an den Neuzulassungen (Juli 2020: 11,4 %). Als reine Elektrofahrzeuge (BEV) wurden 16.076 Einheiten zugelassen, was einem Neuzulassungsanteil von 6,4 % entspricht. Die Plugin-Hybride (PHEV) steigen auf 17.095 Fahrzeuge (6,8 %). Insgesamt wachsen die Elektroneuzulassungen auf 162.666 Fahrzeugen zwischen Januar und August 2020. Damit wurden bereits nach acht Monaten mehr als 50 % mehr E-Fahrzeuge zugelassen als im Gesamtjahr 2019.

6,4 Prozent der Neuzulassungen entfallen auf reine Elektrofahrzeuge.

6,4 Prozent der Neuzulassungen entfallen auf reine Elektrofahrzeuge. CAM

Nach einer Prognose des CAM steigt der Elektrofahrzeugabsatz (BEV, PHEV) in Deutschland im Gesamtjahr auf 250.000 Pkw (130 %). Der Marktanteil von Elektrofahrzeugen (BEV, PHEV) wird auf 8,9 % steigen. Das zeigen die neuesten Auswertungen des „Electromobility Report 2020“ des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach, indem die Markt-, Absatz- und Innovationstrends der E-Mobilität regelmäßig bilanziert werden.

Die Neuzulassungen von Elektroautos steigen damit weiter gegen den rückläufigen Trend des Gesamtmarktes. Im August 2020 sind die Pkw-Neuzulassungen insgesamt um 20 % im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken. Der Absatzrückgang des Gesamtmarktes beträgt zwischen Januar und August jetzt 28,8 %. Für das Gesamtjahr geht das CAM von 2,8 Mio. Neuzulassungen aus, was einem Marktrückgang von 19 % entspricht.

„Die Elektromobilität in Deutschland profitiert im Jahr 2020 erheblich von der Innovationsprämie der Bundesregierung, die die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der E-Fahrzeuge gesteigert hat und zusätzlich die Akzeptanz der E-Mobilität erhöht“, sagte Studienleiter Stefan Bratzel. Plugin-Hybride tragen dabei mit 4,8 % wesentlich mehr zum Wachstum bei als reine Elektrofahrzeuge, die auf einen Anteil von 4,3 Prozent kommen. Die Automobilhersteller und die Bundesregierung müssten jedoch dafür Sorge tragen, dass die Plugin-Hybride nicht nur auf dem Papier, sondern auch auf der Straße einen positiven Klima- beziehungsweise Umweltbeitrag leisten, meinte Bratzel.