Der Elektroabsatz in Deutschland erreicht im September 2020 wiederum ein Rekordniveau mit einem Marktanteil von 15,6 % an den Neuzulassungen (Aug. 2020: 13,2 %). Als reine Elektrofahrzeuge (BEV) wurden 21.188 Einheiten zugelassen, was einem Neuzulassungsanteil von 8 % entspricht. Die Plugin-Hybride (PHEV) steigen auf 20.127 Fahrzeuge (7,6 %). Insgesamt wachsen die Elektroneuzulassungen auf 203.981 Pkw zwischen Januar und September 2020 (vgl. Abb.).

Der Anteil der Elektrofahrzeuge bei den Neuzulassungen steigt kontinuierlich.

Der Anteil der Elektrofahrzeuge bei den Neuzulassungen steigt kontinuierlich. CAM

Das CAM erhöht für das Gesamtjahr seine Prognose. Für den Elektrofahrzeugabsatz (BEV, PHEV) in Deutschland werden für das Gesamtjahr statt 250.000 nunmehr 300.000 Pkw-Neuzulassungen erwartet (2019: 108.600). Der Marktanteil von Elektrofahrzeugen (BEV, PHEV) wird dann auf 10,7 % steigen. Das zeigen die neuesten Auswertungen des „Electromobility Report 2020“ des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach, indem die Markt-, Absatz- und Innovationstrends der E-Mobilität regelmäßig bilanziert werden.

Die Neuzulassungen von Elektroautos steigen damit weiter überdurchschnittlich zum Gesamtmarkt in Deutschland. Im September 2020 sind die Pkw-Neuzulassungen insgesamt um 8,4 % im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Der Absatzrückgang des Gesamtmarktes beträgt zwischen Januar und September jetzt 25,5 %. Für das Gesamtjahr geht das CAM von 2,8 Mio. Neuzulassungen aus, was einem Marktrückgang von 19 % entspricht.

„Das Jahr 2020 markiert eine Zeitenwende hin zur Elektromobilität mit erstmals zweistelligen Neuzulassungsanteilen“, sagte Studienleiter Stefan Bratzel.  Hierzu trage auch wesentlich die Innovationsprämie der Bundesregierung bei, die die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der E-Fahrzeuge gesteigert habe und zusätzlich die Akzeptanz der E-Mobilität erhöhe. Eine Herausforderung für die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen bleibe mittelfristig der Aufbau der Ladeinfrastruktur, die im Hinblick auf Versorgungsdichte sowie faktische Verfügbarkeit und Verlässlichkeit noch deutliches Verbesserungspotential habe.