Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat aktuell Fördermittel in Höhe von 23,5 Mio. Euro für Projekte im Bereich Wasserstoffmobilität übergeben. Konkret förderen Zukunftsschecks die Firmen GHT Mobility, Deutsche Post DHL Group, MAN & Shell GmbH und TU Braunschweig, Faun Umwelttechnik, Evo Bus und Günsel Fördertechnik und Fahrzeugbau.

Verkehrsminister Andreas Scheuer

Das Bundesverkehrsministerum fördert Projekte im Bereich Wasserstoffmobilität. Bundesverkehrsministerium

Die Deutsche Post beschafft mit dem Mitteln (9,8 Mio. Euro) 500-Fuel-Cell-Fahrzeuge des Typs Streetscooter für den Einsatz im Paketzustelldienst, GHT Mobility erwirbt 50 Brennstoffzellen-Fahrzeuge (754.622 Euro), um sein Mobilitätsangebot auszubauen und Günsel kauft 89 wasserstoffbetriebene Flurförderzeuge (1,024 Mio. Euro) für den Intralogistik-Einsatz im BMW-Werk in Leipzig.

MAN und Shell nutzen die Mittel (8,121 Mio. Euro), um zusammen mit Anleg und TU Braunschweig Brennstoffzellensysteme sowie eine mobile und autarke Betankungseinrichtung für schwere Nutzfahrzeuge zu entwickeln und zu erproben. Evo Bus beschäftigt sich mit der Entwicklung eines batterieelektrischen Stadtbusses (3,3 Mio. Euro), dessen Reichweite durch eine Brennstoffzelle vergrößert wird. Und Faun Umwelttechnik konzipiert Abfallsammelfahrzeuge und Kehrmaschinen mit Brennstoffzellenantrieb auf Wasserstoffbasis (521.241 Euro).

Die Förderung ist Teil des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP II) der Bundesregierung. Das Programm soll die für eine Marktaktivierung notwendigen ersten Produkte in unterschiedlichen Anwendungsbereichen unterstützen.

Bis 2019 stehen dafür Mittel in Höhe von rund 250 Mio Euro bereit, die Finanzplanung im Haushalt 2019 sieht weitere 481 Mio. Euro bis 2022 vor.

Bis zum Jahr 2020 sollen im Rahmen des NIP 100 Wasserstofftankstellen entstehen. Derzeit sind 75 Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland in Betrieb, wovon die meisten in der Hand des Industrie-Joint-Venture H2 Mobility sind.