Vor 40 Jahren, am 19. April 1965, erschien im amerikanischen „Electronics“-Magazin ein Artikel, in dem der damalige Fairchild-Semiconductor-Mitarbeiter und spätere Intel-Mitbegründer Gordon E. Moore eine Aufsehen-erregende These formulierte. Alle 24 Monate, so Moore, werden sich die Zahl der Transistoren verdoppeln und gleichzeitig die Kosten sinken.


Heute, vier Dekaden später, ist Moore`s These längst bewiesen und steht als „Mooresches Gesetz“ synonym für die rasanten technologischen Fortschritte unserer Zeit. So wurden aus den 2300 Transistoren des ersten Intel-Mikroprozessors 4004 aus dem Jahr 1971, mittlerweile 592 Mio. elektronische Schalter, die auf einem einzigen Chip der aktuellen Intel Itanium 2-Serie Platz finden. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen. Mit der Einführung von Prozessoren, die mehrere Kerne besitzen, läutet Intel derzeit gerade die nächste Phase der Halbleiter-Revolution ein.


Gordon Moore selbst sagte Anfang dieses Monats in einer Telefonkonferenz, dass das nach ihm benannte Gesetz vermutlich noch weitere 10 bis 20 Jahre Bestand haben werde.


„Wir arbeiten hart daran, dass das Mooresche Gesetz unsere Industrie auch in Zukunft weiter antreibt. In unseren Forschungs-Labors haben wir bereits Pläne für die Entwicklungen der nächsten 10 bis 15 Jahre festgelegt,“ sagte Craig Barrett, CEO der Intel Corporation. „Dabei sehen wir dramatische Fortschritte nicht nur im Bereich der Computer- und Kommunikations-Industrie. Auch im medizinischen Bereich, in Erziehung und Lehre, sowie bei der Bewältigung täglicher Aufgaben in einer immer komplexeren Umwelt sehen wir enorme Potenziale. Menschen in aller Welt werden von den Möglichkeiten zukünftiger Mikrochips – die durch das Mooresche Gesetz immer leistungsfähiger und billiger werden – profitieren können.


Das Mooresche Gesetz ist im wissenschaftlichen Sinn eigentlich kein Gesetz, sondern vielmehr eine Beobachtung und sorgte für einige Quantensprünge in der Halbleiter-Entwicklung.



  • Nach Angaben der U.S. Semiconductor Industry Association produzierte die Halbleiter-Industrie in 2004 mehr Transistoren als Reiskörner in der Welt geerntet wurden.

  • Gordon Moore hat einmal geschätzt, dass pro Jahr so viele Transistoren produziert werden, wie Ameisen auf dem Globus leben. Bereits in 2003 hat die Industrie jedoch 10.000.000.000.000.000.000 (1018) Transistoren hergestellt. Um die Analogie aufrecht zu erhalten, müsste jede Ameise daher ein Paket mit 100 Transistoren auf ihrem Rücken tragen.

  • Ein Flug von New York nach Paris kostete 1978 etwa 900 US-Dollar und dauerte sieben Stunden. Würde das Mooresche Gesetz in der Luftfahrt-Industrie gelten, könnten wir dieselbe Strecke heute in unter einer Sekunde bewältigen, würden aber nur einen Penny dafür zahlen.(jj)

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