Das modulare logicline assets360 Framework ermöglicht verschiedene Use Cases rund um industrielle Assets und deren Produkt- und Betriebsdaten.

Das modulare logicline assets360 Framework ermöglicht verschiedene Use Cases rund um industrielle Assets und deren Produkt- und Betriebsdaten. Logicline

Eine IoT-Lösung selbst zu bauen, bietet einen entscheidenden Vorteil: Maschinenbauer haben eine deutlich größere Kontrolle. Dadurch können sie die Lösung bauen, die für ihre IT- und OT-Strukturen maßgeschneidert ist. Sie sollten allerdings bedenken, dass eine Inhouse-Lösung sehr zeit- und kostenintensiv werden kann.

Die möglicherweise hohen Investitionen in Bezug auf Budget, Zeit und Ressourcen bewegen viele Maschinenbauer dazu, sich nach einer vorgefertigten Lösung umzuschauen. Obwohl eine vorgefertigte Lösung auf den ersten Blick schneller und günstiger erscheint, ist dies jedoch nicht immer der Fall. Je nach Anwendungsfall können sich anfängliche Einsparungen schnell revidieren.

7 Fragen, mit denen Maschinenbauer den passenden Entwicklungsmodus finden

Bevor Maschinenbauer entscheiden, welches Vorgehen für sie am besten ist, sollten sie sich über folgende Punkte Gedanken machen:

  • Haben sie das passende Expertenteam? Um eine Asset Management Lösung inhouse zu entwickeln, benötigt es ein internes Expertenteam aus Entwicklern, Product Ownern und Software-Architekten. Falls es das richtige Team noch nicht gibt, müssen neue Mitarbeiter eingestellt werden. Das ist in vielen Fällen nicht nur sehr teuer, sondern benötigt auch eine gewisse Vorlaufzeit. Falls bereits ein eingespieltes Team zur Verfügung steht, müssen Maschinenbauer die Zeit, die die Entwickler für die Umsetzung benötigen, berücksichtigen.
  • Wurden laufende Kosten berücksichtigt? Softwareprojekte enden in den seltensten Fällen, nachdem die Software ausgeliefert wurde. Es gibt laufend Updates, Anpassungen und Fehlerbehebungen im Code, neue Funktionen oder allgemeine Wartungsaufgaben. Wenn Anbieter die Software nur für einen Standort oder eine Region ausgerollt haben, führt die Skalierung auf weitere Standorte zu zusätzlichem Aufwand, den sie einplanen müssen.
  • Versteht die IT die Probleme der Anwender vollständig? Um eine maßgeschneiderte Software zu bauen, ist es entscheidend, die Probleme seiner Zielgruppe vollständig zu verstehen. Wenn die IT die Probleme und Anforderungen nicht vollständig erfasst, wird sie nicht in der Lage sein, die Software zu bauen, die wirklich benötigt und gewünscht wird.
  • Lässt es sich sicherstellen, dass die Software skalierbar ist? Kunden werden wissen wollen, welche Funktionen sie als nächstes erwarten können – und wann. Wenn das Inhouse-Team hart arbeitet, um die Software zu warten und eine Verfügbarkeit der bestehenden Funktionen zu gewährleisten, fehlt häufig die Zeit, um neue Funktionen zu entwickeln.

Was beim Kauf der Software zu beachten ist

Fällt die Entscheidung, dass eine Software gekauft werden soll, sollten sich Maschinenbauer vor allem mit den folgenden Fragen beschäftigen:

  • Wie viele Anpassungsmöglichkeiten benötigen sie? Wenn sie sich für eine Standard-Software entschieden haben, können sie nur wenig bis gar keinen Einfluss auf den Funktionsumfang der Software nehmen. Neue Releases und Funktionen werden vollständig von der Planung des Anbieters bestimmt. Es kann passieren, dass die Planung des Anbieters nicht die Funktion berücksichtigt, die sich die Kunden am meisten wünschen. Das kann wiederum dazu führen, dass eine wichtige Marktchance verloren geht.
  • Was machen Maschinenbauer, wenn ihre Lösung nicht mehr länger der Marktführer ist? Bevor sie sich für eine Lösung entschieden haben, ist viel Arbeit in die Recherche der unterschiedlichen Anbieter geflossen, um sich schließlich dann für den Marktführer des Anwendungsfalls zu entscheiden. Allerdings kann sich das in Zukunft ändern. So kann es passieren, dass die Lösung des Anbieters nicht mehr länger innovativ ist. In diesem Fall sind Maschinenbauer an ein System gebunden, das nicht länger den Anforderungen entspricht. Das System zu wechseln ist meistens nur mit viel Aufwand und hohen zusätzlichen Kosten möglich. Eine individuelle Lösung kann hingegen einen entscheidenden Marktvorteil bieten, da sich solche Lösungen gezielter anpassen lassen und sich damit vom Markt absetzen können.
  • Wie können Maschinenbauer einen langfristigen Wettbewerbsvorteil schaffen? Maßgeschneiderte Lösungen bieten einen klaren Wettbewerbsvorteil: Technology Ownership. Die vollkommene Kontrolle, welche Funktionen die Software umfasst und wann die Funktionen entwickelt werden, gibt Unternehmen die Möglichkeit, auf jetzige und zukünftige Probleme zu reagieren. Dies bildet die Grundlage, um sich vom Wettbewerb abzusetzen und langfristig erfolgreich zu sein. Bei Maschinenbauern, die sich für eine vorgefertigte Lösung entscheiden, entfällt dieser Vorteil und sie müssen eine Strategie entwickeln, wie sie sich stattdessen von ihrem Wettbewerb abheben können.

So lassen sich die Vorteile von beiden Optionen kombinieren

Falls weder eine Inhouse-Lösung noch ein Standard-Produkt infrage kommt, gibt es auch noch eine dritte Option: ein modulares Software-Framework (modularer Software-Baukasten) für eine maßgeschneiderte Lösung. Diesen Ansatz bietet zum Beispiel Logicline als Teil der Lenze-Gruppe mit dem assets360-Baukasten. Zu dessen Features zählen:

    • Modular mit einer großen Auswahl an Bausteinen: Mit nur einer Palette von Funktionen können Maschinenbauer eine Lösung zusammenstellen, die die Bedürfnisse des Unternehmens und der Kunden erfüllt. Dazu zählen Module, SDKs und Schnittstellen zu Technologien von Drittanbietern, zum Beispiel Cumulocity IoT, Heroku etc.
    • Aus den Modulen lassen sich Komplettlösungen wie Asset Management, Kundenportale, Edge Marketplace zusammenstellen oder sie können für spezifische Anwendungen wie KPI- oder OEE-Apps, Ersatzteilshop, Ticket Management etc. eingesetzt werden. Das Asset Management ermöglicht beispielsweise die hierarchische Darstellung der Anlagenstruktur und es zeigt, welche Anlagen und Geräte sich wo befinden. Durch die Inventarisierung der Maschine werden relevante Komponenten der Maschine („Assets“) mit Seriennummer, Geräteidentifikation, Fotos der Einbauposition und Funktionsbereich vor Ort in das Asset Management implementiert. Dieser Datenstamm kann mit Informationen wie Lieferzeiten und Verfügbarkeiten, Wartungsintervallen, dem Lebenszyklus der Anlage sowie Dokumentationen angereichert werden.
    • Unabhängig: Mit der assets360-Plattform können Maschinenbauer ihre Software über verschiedene Cloud-Infrastrukturen hinweg betreiben. Sie sind unabhängig von einem Anbieter und können ohne Abhängigkeiten auf zukünftige Marktentwicklungen reagieren.
    • Technology Ownership: assets360 bietet ein flexibles Grundgerüst für Projekte, ohne unnötiger Ballast zu sein, der behindert. Ein Vergleich ist das Standard-Billy-Regal von Ikea: Es ist praktisch, um Dinge in der Wohnung zu verstauen und günstig zu kaufen. Viel mehr Wahlmöglichkeiten als die Farbe besitzt es jedoch nicht. Auch die Anzahl der mitgelieferten Bretter oder die Größe lässt sich nicht wählen. Anders sieht es bei einem maßgeschneiderten Regal aus. Hier sind Regelmaße und Anordnung der Fächer individuell wählbar, sodass es perfekt zur Wohnung und den Gegenständen passen. Mit IoT-Lösungen verhält es sich ähnlich.

Beispielanwendungen mit assets360

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