Von dieser Entwicklung sind neben Konzernen zunehmend auch kleinere Firmen betroffen: Laut Prognose halten 84 % den stark verbreiteten Einsatz von Robotertechnologie in mittelständischen Betrieben für keine Frage des „ob“ sondern des „wann“. Das sind Ergebnisse des Automatica-Trendindex 2020. Hier geht es zu den Ergebnissen von 2018. Dafür wurden durch ein Marktforschungsinstitut im Auftrag der Automatica-Messe insgesamt 100 Fach- und Führungskräfte in Deutschland befragt, die in Industrieunternehmen über Robotik und Automation entscheiden.

Video: Zahlen zur Robotik in einer Minute

Rund ein Viertel aller Erwerbstätigen arbeitet derzeit laut Statistischem Bundesamt allein im Industriesektor – das sind etwas elf Millionen Menschen. Gleichzeitig sind in diesem Segment aktuell insgesamt rund 216.000 Industrie-Roboter im Einsatz. Damit rangiert Deutschland laut der International Federation of Robotics weltweit auf Rang fünf. Was die Roboterdichte betrifft, kommen in der Automobilindustrie rund 1270 Einheiten auf 10000 Arbeitnehmer und im produzierenden Gewerbe rund 340.

Zur Umfrage

Es wurden insgesamt 100 Fach- und Führungskräfte in Deutschland befragt, die in Industrie-Unternehmen über Robotik und Automation entscheiden. Die Teilnehmer arbeiten im Maschinen- und Anlagenbau (37%), der Automobilindustrie (22%), der Elektroindustrie (14%), der Lebensmittelindustrie (9%) und sonstigen Industriebranchen (18%).

„Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der sich verändernden Arbeitswelt leisten Robotik und Automation einen sehr wichtigen Beitrag, um die weltweite Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und Menschen länger in Beschäftigung zu halten“, sagt Patrick Schwarzkopf vom VDMA Fachverband Robotik und Automation.

Laut Umfrage bestätigen 77 % der Industrieentscheider, dass Roboter heute schon eine Schlüsselrolle spielen, um auf den Mangel von Arbeitskräften zu reagieren und die Automatisierung voranzutreiben.

Wichtigste Gründe für Roboter-Einsatz

Zu den wichtigsten Gründen, in Zukunft mit Robotern zu produzieren, gehören nach Meinung von rund 80 % der Befragten:

  • Menschen schwere Lasten abnehmen
  • Handhabung gefährlicher Werkstoffe
  • Übernahme monotoner Arbeiten

Gleichzeitig berichten 81 %, dass die Programmierung von Robotern tendenziell einfacher geworden ist und damit der Weg für den Einsatz in mittelständischen Betrieben geebnet wird.

„Wie Robotik und Automation dazu beitragen, dass die Industrie wettbewerbsfähig bleibt, zeigt vom 16. bis 19. Juni die Automatica in München. Die Messe gibt einen Überblick über alle relevanten Lösungen und Produkte zur Steigerung der automatisierten Produktion und vereint darüber hinaus alle zukunftsweisenden Schlüsseltechnologien unter einem Dach“, sagt Falk Senger, Geschäftsführer der Messe München.

Bildergalerie:„Messenachlese von der automatica 2018 in Bildern”
Die Safety-Company schlechthin überraschte auf der automatica mit <a href="https://www.all-electronics.de/ein-eigener-roboter"target="_blank">einer ersten Generation Roboter</a>. Interessant: die besondere Form der Segmente und die Armgelenke.
Mit KeMotion zeigte der österreichische Automatisierungsanbieter Keba eine <a href="https://www.all-electronics.de/schluesselfertige-robotersteuerungen"target="_blank">schlüsselfertige Robotersteuerung</a>, die dennoch einfach konfiguriert werden kann.
Rein äußerlich unterscheidet sich der Neue nicht vom Alten: Die <a href="https://www.all-electronics.de/feingefuehl-jetzt-inklusive"target="_blank">kollaborativen Roboter der e-Series</a> haben mit der integrierten Kraft/Momentensensor an inneren Werten gewonnen, mit denen Universal Robots neue Anwendungsfelder anvisiert.
Die Automatica-Premiere von Siemens hatte es in sich: eine <a href="https://www.all-electronics.de/robotik-bibliothek-fuers-tia-portal"target="_blank">spezifische Bibliothek zur Roboterintegration</a>.
Zur automatica erweitert Yaskawa das Motoman-Roboterportfolio um das jetzt kleinste Modell: Der neue <a href="https://www.all-electronics.de/wenn-es-eng-wird"target="_blank">MotoMini</a> hat bei einer Reichweite von 350 mm eine Tragfähigkeit von 500 g. Außerdem zeigte das Unternehmen eine Weiterentwicklung des kollaborativen Roboters Motoman HC10.
Auf der automatica veröffentlichte der VDMA <a href="https://www.all-electronics.de/maschine-und-roboter-sprechen-eine-sprache"target="_blank"> zwei Companion Spezifikationen für OPC UA</a>, konkret für Robotik und Bildverarbeitung.
Die <a href="https://www.all-electronics.de/scaras-fuer-den-reinraum"target="_blank">Scara-Baureihe TS2</a> ist modular aufgebaut und verfügt erstmals über die eigens entwickelte JCS-Antriebstechnik, die bereits aus den Sechsachsern von Stäubli bekannt ist.
Als erster Roboteranbieter zeigte Comau ein <a href="https://www.all-electronics.de/tragbare-robotik"target="_blank">Exoskelett</a> das den anderen Neuheiten auf dem Stand die Schau stahl.

Safe the Date: Roboter in der Verpackungsindustrie

Veranstaliungshinweis "Roboter in der Verpackungsindustrie"

Am 13. Oktober findet die Praxistagung „Roboter in der Verpackungsindustrie“ zum zweiten Mal statt. Hüthig

Am 13. Oktober 2020 findet in München die 2. Auflage der Veranstaltung „Roboter in der Verpackungsindustrie“ statt. Auf der Praxistagung lernen die Teilnehmer nicht nur anhand von Best Practices, was bereits heute möglich ist. Sondern auch, an welchen Innovationen die F&E-Abteilungen der Lösungsanbieter aktuell feilen. Mit ihrem Themenspektrum bringen IEE und neue verpackung Automatisierungsspezialisten, Verpackungsmaschinenbauer und Endanwender zusammen und bieten neben dem Erkenntnisgewinn in Vorträgen und Fachausstellung nicht zuletzt die Möglichkeit zum spannenden fachlichen Austausch zwischen den Teilnehmern. Lesen Sie hier, was 2019 auf dem Programm stand.

Bildergalerie:„Impressionen von der Praxistagung "Roboter in der Verpackungsindustrie"”
Mittwoch, 30. Oktober 2019, 08:00 Uhr, Hochhaus des Süddeutschen Verlags in München: Alles ist bereit für die Teilnehmer der Praxistagung „Roboter in der Verpackungsindustrie“.  <a href="https://www.all-electronics.de/erfolgreiche-praxistagung-roboter-in-der-verpackungsindustrie/"target="_blank">Hier geht es zum Nachbericht.</a>
Richard Bormann, Leiter der Gruppe „Handhabung und Intralogistik“, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik & Automatisierung IPA, macht mit seiner Keynote den Auftakt.
Auf ihn folgte Volker Haaf, Strategy & Marketing bei der Gerhard Schubert GmbH. Er stellte das Cobot-System seines Unternehmens vor, das offiziell auf der Interpack 2020 Premiere feiern soll.
Philip Bittermann, Chefredakteur neue verpackung (l.) und Stefan Kuppinger, Chefredakteur IEE, führten durch die Veranstaltung.
Vom Markenartikler über den Maschinenbauer bis zum Automatisierer war im Publikum alles vertreten, was sich mit dem Thema Robotik beruflich beschäftigt.
In der ersten Pause fand das Speed Networking statt, bei dem die Aussteller den Teilnehmern ihre Lösungen präsentierten.
Dabei wurde nicht nur theoretisch, sondern auch ganz praktisch gezeigt, wie Roboter die Produktion unterstützen können.
Immer vier Minuten standen den Ausstellern zur Verfügung – bei den komplexen Themen keine leichte Aufgabe.
Vom Kabel bis zur fertigen Integration wurde die ganze Bandbreite abgedeckt.
Nicht nur Theorie, auch die Praxis direkt am Roboter gehörte zum Programm.
Neben den Vorträgen, gab es auch eine Praxisausstellung.
Der Teufel steckt im Detail, das war die Botschaft von Thomas Korb, Leitung Produktmanagement, bei Escha. Seine Mahnung: Augen auf beim Leitungskauf.
Markus Sandhöfner, Geschäftsführer B&R Deutschland, erklärte, wie Unternehmen ihre Produktion mittels Roboter und Transportsysteme flexibler gestalten können.
Willkommen im Brownfield: Helmut Schmid, Geschäftsführer + General Manager Western Europe bei Universal Robots, sprach über die Möglichkeiten, Roboter in Bestandsanlagen zu integrieren.
Dass das Programmieren von Robotern kein Hexenwerk sein muss, zeigte Roland Wagner, Head of Product Marketing bei der Codesys Group.
Michael Ruf, Geschäftsführer von Transnova-Ruf, zeigte anhand einiger Fallbeispiele, wie sich mittels Roboter die Losgröße 1 im Verpackungsprozess wirtschaftlich umsetzen lässt.
Sebastian Liebetrau, Teamleader Area Sales Vacuum Automation & Robotic Gripping Division bei Piab Vakuum, schloss die Vortragsreihe mit Beispielen vakuumbasierter Handlingtechnologien. Und wie sie die Verpackungsindustrie in Schwung halten.
Die passende App bietet eine Übersicht über die Veranstatlung – wie auch bei den anderen Veranstaltungen des Hüthig-Verlags.