ABB hat von der Glarner Kraftwerke Linth-Limmern (KLL) einen Auftrag über 124 Millionen Schweizer Franken für die Lieferung der elektrotechnischen Ausrüstungen für ein neues Pumpspeicherkraftwerk erhalten. Für den im dritten Quartal verbuchten Auftrag zeichnet ABB Schweiz verantwortlich. Das unterirdisch angelegte Pumpspeicherkraftwerk wird bei geringer Stromnachfrage und überschüssiger Kapazität Wasser aus dem Limmernsee in den rund 600 Meter höher gelegenen Muttsee zurückpumpen. Das Wasser wird dann benutzt, um während Spitzenbedarf Strom zu produzieren. Das neue Wasserkraftwerk wird einen wichtigen Beitrag leisten, um schweizweit den Bedarf an Spitzenstrom zu decken. Die erste Maschinengruppe soll 2015 ans Netz gehen und wird im Rahmen des Projekts Linthal 2015 gebaut, in welches die Axpo und der Kanton Glarus 2,1 Milliarden Franken investieren. ABB liefert und installiert die Hochspannungskabelverbindung vom Kraftwerk Limmern zum Unterwerk Tierfehd, die Maschinentransformatoren, die Generatorableitung, die Mittelspannungs-anlagen, das Kraftwerksleitsystem, die Gleichspannungsversorgungs- sowie die Notstromanlage. Ausserdem liefert ABB eine 380-kV-GIS-Anlage, die den Strom vom Kraftwerk ins Netz einspeist. „ABB bietet ein breites Spektrum an Technologien, umfassendes Know-how sowie die ausgewiesene Erfahrung, um solche Projekte durchzuführen“, erklärt Peter Leupp, Leiter der Division Energietechniksysteme. „Wir freuen uns darauf, zusammen mit der KLL dazu beizutragen, das Versorgungsgebiet zuverlässig mit Energie zu versorgen.“ Pumpspeicherkraftwerke bieten eine gute Möglichkeit, grosse Mengen an Energie zu speichern. Da bei grosser Nachfrage auf die gespeicherten Wassermengen zurückgegriffen werden kann, gewährleisten sie eine zuverlässige Energieversorgung. Die Kraftwerke Linth-Limmern, an denen die Axpo zu 85 Prozent und der Kanton Glarus zu 15 Prozent beteiligt sind, produzieren in mehreren Werken pro Jahr rund 460 Millionen Kilowattstunden elektrische Energie. Das neue Kraftwerk wird die Leistung der KLL von heute rund 460 MW auf 1460 MW erhöhen.