Ethernet-IP

Abkürzung für: Ethernet Industrial Protocol
Definition: Ethernet/IP (EIP) findet hauptsächlich in der Automatisierungstechnik Verwendung und funktioniert prinzipiell wie das gewöhnliche Ethernet gemäß dem Standard 802.3 IEEE. Für höhere funktionale Anforderungen im industriellen Umfeld ist EIP um zusätzliche Protokolle auf der Applikationebene (siehe OIS) erweitert und nutzt Standard-Ethernet-Hardware, allerdings in verstärketer Ausführung für rauhe und ausfallsichere Betriebsbedingungen. Neben EtherCat, Profinet und Modbus/TCP ist EtherNet/IP ein derzeit verbreiteter Ethernet-basierter Feldbus. Aufbauend auf  TCP und UDP unterstützt EIP die Durchgängigkeit zwischen Office-Netzwerk und der zu steuernden Anlage. EIP-Endgeräte unterstützen DHCP und BootP bei der Vergabe der IP-Adresse. Zur Inbetriebnahmeunterstützung (Diagnose) von EtherNet/IP-Netzen kommen oft in der Steuerung oder in EtherNet/IP-Geräten intergrierte Webserver-Interfaces zum Einsatz. Mit einer typischen Netzwerk-Zykluszeit von 10 ms eignet sich Ethernet/IP nicht für harte Echtzeit-Anwendungen (<1 ms) wie die Steuerung von Servomotoren, genügt aber den Software-Echtzeitanforderungen für industrielle I/Os. Erfahren Sie mehr über Unterschiede zwischen Ethernet und Industrial Ethernet.
Kategorien: Automatisierung,Datentechnik,Normen
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