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HBSE

Abkürzung für: Hazard Based Safety Engineering – Gefahrenbasierte Sicherheitstechnik
Definition: Die HBSE-Prinzipien schützen die Gerätebenutzer, indem sie potentiell gefährliche Energiequellen und die Mechanismen, durch die die Energie an einen Benutzer übertragen werden kann, identifizieren und geeignete Mittel vorschlagen, um diese Übertragungen zu verhindern – im Normalbetrieb wie auch bei Fehlerbedingungen. Sicherheitsvorkehrungen sind erforderlich, um vor Schmerzen oder Verletzungen zu schützen, die direkt durch elektrische Energie (Stromschlag) oder thermische Verbrennungen verursacht werden, und/oder um elektrisch verursachte Brände zu verhindern. Wichtig ist, dass HBSE auch die Wirksamkeit der Sicherheitsmaßnahmen beurteilt und von Produktherstellern den Nachweis verlangt, dass bekannte Gefahren berücksichtigt wurden und das Produkt physikalisch sicher in der Anwendung für den Benutzer ist. Obwohl die Norm 62368-1 risikobasiert ist, erfordern sie keine Risikoanalyse wie die IEC 60601-1. Die neue Norm IEC 62368-1 orientiert sich an den HBSE-Prinzipien und löst künftig die bisherige IEC 60950-1 und IEC 60065 ab. Für Designer stellt das einen wichtigen Übergang von IKT- und audiovisuellen Geräten dar.
Kategorien: Allgemeines,Entwicklung,Normen
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