IMD

Abkürzung für: Isolation Monitoring Device
Definition: Ein Isolationswächter überwacht den Isolationszustand gewöhnlich in IT-Netzen (3-Phasen-Stromnetz ohne geerdeten Sternpunkt) und meldet die Unterschreitung eines minimalen Isolationswiderstandes (kleiner 50 kOhm) oder bewirkt eine Abschaltung des Netzabganges. Eine Strom- oder Spannungsmessung gegen Erde (passives Verfahren erkennt Symmetrieabweichung) genügt heute nicht mehr, denn auch symmetrische Isolationsfehler müssen erkannt werden, was zusätzlich einen Prüfstrom erfordert (aktives Verfahren koppelt hochohmig Testimpulse ein und errechnet aus der Impulsantwort den Isolationswiderstand). Allgemein kommen Isolationswächter an ungeerdeten AC-, DC-, AC/DC-Netzen; USV-Anlagen; Netzen mit Frequenzumrichtern oder Gleichstromantrieben; Batterienetzen und DC-Ladestationen sowie an mobilen Stromerzeugern zum Einsatz. In Elektrofahrzeugen (EV) überprüft das Isolationsüberwachungsgerät kontinuierlich den Isolationswiderstand zwischen Hochvoltleitungen und dem Fahrzeugchassis bei einer maximalen Bordnetzspannung bis 1.000 V und ermöglicht zudem eine Diagnose von spannungslosen Systemen, beispielsweise vor dem Zuschalten der Hochvolt-(HV-)Batterie.
Kategorien: Automotive,Bauelemente,Energie,Safety
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