Eck-daten

Erstmals widmet die Fachzeitschrift elektronik industrie dem Großraum Nordrhein-Westfalen und Norddeutschland mit Niedersachsen, Schleswig-Holstein sowie Hamburg und Bremen ein Special. Wir gehen auf aktuellen Ereignissen, Veränderungen und neue Produkten sowie Techniken und Technologien ein; in einem Wirtschaftsraum mit immerhin rund 32 Mio. Einwohnern, also knapp 40 Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland.

Das Ende der „alten“ Seidenstraße, vorrangig die Eisenbahnlinien aus dem Fernen Osten, befindet sich auf europäischem Boden in Duisburg und Hamburg, um von dort die asiatischen Waren in Europa oder über den Seeweg an der Ostküste Amerikas zu verteilen. Diese Region mit immerhin rund 32 Millionen Einwohnern steht im Mittelpunkt dieses Berichts. Langfristig wird die Region sicherlich im Wettbewerb mit Südeuropa stehen, besonders wenn die im Bau befindliche neue Seidenstraße, die wohl in Norditalien enden soll, so richtig in Betrieb genommen werden kann. Nachfolgend ein Blick in die einzelnen Bundesländer mit einigen beispielhaften Unternehmungen, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat.

Das Elektronik-Geschehen in Norddeutschland.

Das Elektronik-Geschehen in Norddeutschland. Adobe Stock _228647539

Schleswig-Holstein

Die Kapazitäten des Joule Cap von FTCAP reichen standardmäßig von 2,5 µF bis 50 µF, der DC-Spannungsbereich liegt zwischen 500 V und 1500 V.

Die Kapazitäten des Joule Cap von FTCAP reichen standardmäßig von 2,5 µF bis 50 µF, der DC-Spannungsbereich liegt zwischen 500 V und 1500 V. FTCAP

Beginnen wir im hoch im Norden in Husum. FTCAP Fischer und Tausche Capacitors verfügt dort über mehr als 70 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von Kondensatoren. Zum Sortiment gehören sowohl Schicht- als auch Elektrolytkondensatoren; als einer der letzten Hersteller fertigt das Unternehmen alle seine Produkte in Deutschland. Abgesehen von Standard-Kondensatoren in kleineren und mittleren Stückzahlen bieten die Husumer auch Sonderanfertigungen für schwierige Anwendungen.

Seit 2018 gehört FTCAP zum französischen Mersen-Konzern. Durch den Zusammenschluss ergeben sich auf beiden Seiten große Potenziale. Das erklärte Ziel ist es, innovative Module anzubieten, bei denen die FTCAP-Kondensatoren optimal auf Bus-Bars und Kühlkörper von Mersen abgestimmt sind.

Für die Montage auf Platinen bietet FTCAP die beiden Baureihen Joule Cap beziehungsweise Power Link an. Die kubischen Filmkondensatoren sind „in die Höhe gebaut“ und benötigen somit wenig Platz auf den Platinen. Beide Baureihen sind auch in einer Variante mit Einpresskontakten der Marke Elo Pin erhältlich, die für Automotive-Anwendungen zugelassen sind. Durch den Einsatz der Stifte entsteht zwischen ihrem Einpressbereich und der metallisierten Lochwandung eine dauerhafte, gasdichte Verbindung.

Spectrum Instrumentation, gegründet 1989, bietet durch sein modulares Konzept über 500 verschiedene Digitizer- und Generatorprodukte an, als PC-Karten (PCIe und PXIe) und Stand-alone Ethernet-Geräte (LXI). In 30 Jahren konnte das Unternehmen Kunden auf der ganzen Welt gewinnen, darunter viele führende Industrie-Unternehmen und praktisch alle Elite-Universitäten. Das schleswig-holsteinische Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Großhansdorf nahe Hamburg und kann den Support direkt von den Entwicklungsingenieuren leisten. Die Produkte sind übrigens komplett Made in Germany. Eines der neuesten Produkte ist beispielsweise eine achtkanalige arbiträre Signalgenerator-Karte (AWG) im PCIe-Formfaktor mit 16 Bit Auflösung. Mit einem zusätzlichen Synchronisations-Modul können bis zu 80 vollständig synchrone AWG-Kanäle in einem einzigen PC realisiert werden.

In der Quarzoszillatoren-Serie QuickXO HC_JF sind auch HCSL-Differenzialausgänge sind für Frequenzen bis zu 700 MHz verfügbar.

In der Quarzoszillatoren-Serie QuickXO HC_JF sind auch HCSL-Differenzialausgänge sind für Frequenzen bis zu 700 MHz verfügbar. WDI

WDI wurde 1988 von Wilfried P. Dunger gegründet und entstand aus einer fast 10-jährigen selbstständigen Repräsentanz des US-Herstellers Dale Electronics, welcher heute zum Vishay-Konzern gehört. Dies begründet auch den heute noch vorhandenen starken Fokus auf passive Bauelemente, insbesondere Widerstandsprodukte. Ende der 1990er Jahre wurde das Distributionsprogramm nach und nach systematisch ausgebaut – es folgten Verträge mit weiteren Herstellern im Bereich der passiven, elektromechanischen sowie auch frequenzbestimmenden Bauelemente. Heute steht das in Wedel (Holstein) ansässige Unternehmen unter der Leitung von Christian Dunger und besitzt Distributions- und Repräsentantenverträge mit 68 international tätigen und renommierten Herstellern. Ein bemerkenswertes Produkt des vertretenen Herstellers Mercury Electronic Taiwan: Er stellt mit seiner Hochleistungs-Quarzoszillatoren-Serie QuickXO HC_JF eine Möglichkeit zur Verfügung, mit nur einem Oszillator zwischen vier verschiedenen Frequenzen zu wechseln. Die schnell verfügbaren und kostengünstigen Oszillatoren sind in einem SMD-Keramikgehäuse mit der Bauform 7,0 mm × 5,0 mm verbaut und können mit einer Versorgungsspannung von 1,8 V, 2,5 V oder 3,3 V geliefert werden. Erhältlich sind die Oszillatoren im Frequenzbereich von 15 MHz bis 2100 MHz mit einer breiten Auswahl an gängigen Signalausgängen einschließlich LVCMOS (bis zu 250 MHz), LVPECL, LVDS und CML. Auch HCSL-Differenzialausgänge sind für Frequenzen bis zu 700 MHz verfügbar.

Hamburg

Die elektronischen Lasten SDL1020X/X-E von Siglent bieten einen Spannungs- und Strombereich von 150 V/30 A mit bis zu 200 W beziehungsweise 300 W.

Die elektronischen Lasten SDL1020X/X-E von Siglent bieten einen Spannungs- und Strombereich von 150 V/30 A mit bis zu 200 W beziehungsweise 300 W. Siglent

Die chinesische Siglent Technologies begann 2002 mit der Entwicklung ihres ersten Oszilloskops. Seit damals wurde das Portfolio kontinuierlich erweitert. In der Zwischenzeit bietet das Unternehmen, in Deutschland von Hamburg aus, mehrere verschiedene Oszilloskop-Serien, Signal- und Funktionsgeneratoren, digitale Multimeter, Labornetzteile, elektronische Lasten, Spektrumanalysatoren und HF-Signalgeneratoren an. Mittelfristig wird der Standort Hamburg aber verlassen und die Lager werden in Bayern in der Nähe von München aufgeschlagen. Also sehr viel näher an der noch nicht vollendeten neuen Seidenstraße. Aktuell hat Siglent zwei Serien (SDL1000X und SDL1000X-E) programmierbarer, elektronischer DC-Lasten vorgestellt. Die Modelle der SDL1020X/X-E bieten einen Spannungs- und Strombereich von 150 V/30 A mit bis zu 200 W Leistungsaufnahme, während die Modelle der SDL1030X/X-E bei gleichem Eingangsbereich bis zu 300 W Leistungsaufnahme bieten. Die X-Typen bieten eine Auflösung der Spannungs- und Strommessung von 0,1 mV/0,1 mA. Die preiswerteren X-E-Typen haben eine Auflösung von 1 mV/1 mA.

Der Baustein TMC4671 von Trinamic unterstützt verschiedene Positionsgeber von A/B/N Inkremental-Encoder über Sinus/Cosinus-Signalen bis zu digitalen und analogen Hall-Sensoren, die nach Bedarf den kaskadierten Reglern zugeordnet werden können. MEV/Trinamic

Der Baustein TMC4671 von Trinamic unterstützt verschiedene Positionsgeber von A/B/N Inkremental-Encoder über Sinus/Cosinus-Signalen bis zu digitalen und analogen Hall-Sensoren. MEV/Trinamic

Trinamic, mit Firmensitz in Hamburg, liefert integrierte Schaltkreise und Module zur Motorsteuerung an Kunden weltweit. Die Produktentwicklung fokussiert sich vollständig auf Miniaturisierung, Steigerung der Effizienz sowie Diagnose und Schutzfunktionen, die die Zuverlässigkeit des Gesamtsystems sicherstellen. Leitbild von Trinamic ist das Bereitstellen energieeffizienter Lösungen. Technologien, wie die patentierten Coolstep-Produkte oder die Trinamic Motion Control Language (TMCL) erleichtert die Entwicklung von Motorsteuerungs-Anwendungen. Mit seiner mehr als 20-jährigen Geschichte und der traditionell deutschen Eigentümerstruktur mit allen Gesellschaftsanteilen in privater Hand, kann das Unternehmen langfristige Verfügbarkeit gewährleisten. Beispielhaft sei hier auf den Baustein TMC4671 im QFN76-Gehäuse eingegangen, mit der Servo-Steuerungen in kürzester Zeit entwickelt werden können. Es ist der weltweit erste voll integrierte Servoregler-IC mit feldorientierter Regelung für BLDC, PMSM, Schrittmotoren und DC-Motoren in dedizierter Hardware. Das Bauelement hat integrierte A/D-Wandler, Lagegeber-Schnittstellen und einen Positions-Interpolator für den Betrieb mit niedrig auflösenden Gebern. Es bietet einstellbare Stromregler- und Schaltfrequenzen bis zu 100 kHz.

In Hamburg in der Stresemann-Straße ist schon seit vielen Jahrzehnten die Elektronik zuhause. Früher als Valvo, dann NXP und 2017 ist die frühere Standard Products-Division von NXP (diskrete Bauelemente, Logikbausteine und MOSFETs) in Nexperia ausgegliedert und an das chinesische Konsortium aus Beijing Jianguang Asset Management und Wise Road Capital verkauft worden. Grade um die Ecke hat NXP Semiconductors Germany in der Troplowitzstrasse ein neues Bürogebäude errichtet und ist dorthin umbezogen.

Bremen

In der Hansestadt Bremen ist das Elektronikgeschäft eher spärlich. Einzig das Systemgeschäft. Und dort wiederum eines der bedeutenden unabhängigen Kräfte in der europäischen Raumfahrt- und Hightech-Industrie, die börsennotierte OHB (abgeleitet von Otto Hydraulik Bremen) mit Hauptsitz in Bremen. In zwei Unternehmensbereichen bedient das mehrheitlich im Besitz der Familie Fuchs befindliche Unternehmen internationale Kunden mit anspruchsvollen Lösungen und Systemen in den Bereichen Raumfahrt und Telematik. Die Gesamtleistung des Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2018 auf eine Milliarde Euro.

Seit dem Börsengang im Jahr 2001 und der ‎Einbeziehung des Segmentes Raumfahrt in den OHB-Konzern hat sich die ‎Gesamtleistung auch durch die Akquisition von MT Aerospace, Kayser-Threde, CGS/Italien, Antwerp Space/Niederlande und OHB Sweden gesteigert. Der Konzern beschäftigt derzeit weltweit knapp 2800 ‎Mitarbeiter.

Niedersachsen

Die Firma Block wurde 1939 von Alfred Block gegründet und hat sich seit der Zeit zu einem weltweit bedeutenden Hersteller mit etwa 1200 Beschäftigten entwickelt. Hauptsitz ist Verden an der Aller. Mit sechs weltweiten Block-Unternehmen, vier Produktionsstandorten und 38 nationalen und internationalen Vertretungen rund um den Globus kann der Markt mit Transformatoren, Drosseln, EMV-Filtern, Schaltnetzteilen und vielem mehr versorgt werden. In der Forschungs- und Entwicklungsabteilung arbeiten über 60 Ingenieure und Techniker an Lösungen für die perfekte Spannung.

Das OLED-Modul WEP012832A-CTP-8 von Winstar ist über SE Spezial Electronic erhältlich.

Das OLED-Modul WEP012832A-CTP-8 von Winstar ist über SE Spezial Electronic erhältlich. SE Spezial Electronic

Die SE Spezial-Electronic GmbH wurde 1970 in der Nähe von München gegründet und ist heute ein international operierender Distributor für elektronische Bauelemente. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Bückeburg, Niederlassungen in Dortmund, Ellwangen und München sowie Tochtergesellschaften in Polen, Tschechien, Russland und den USA. Zum Lieferprogramm gehören ICs für den analogen Signalpfad, die A/D- und D/A-Wandlung und die Kommunikation per Funk und Kabel, Module und Adapter für GNSS, Bluetooth, WLAN, LAN, RFID-Transponder und -Reader, Sensoren, Quarz- und Silizium-basierte Timing-Produkte, TFT-, passive LC-, LED-, OLED und Touch-Displays, Flash-Speicher, DRAMs und EEPROMs, diskrete Halbleiter sowie passive und elektromechanische Komponenten. Im Stromversorgungsbereich wird gemeinsam mit dem chinesischen Unternehmen Mornsun die Mornsun Power GmbH in Ismaning bei München geführt. SE Spezial-Electronic bietet unter anderem das 2,23-Zoll-(5,66 cm)-OLED-Modul WEP012832A-CTP-8 von Winstar an. Die mit einem kapazitiven Touch ausgestattete weiß leuchtende Anzeige mit 128 × 32 Bildpunkten wird über einen Treiber-IC des Typs SSD1305Z angesteuert. Dieser stellt nicht nur die benötigten 6800-/8080-8-Bit-Parallel-, I²C- und 4-Draht-SPI-Schnittstellen zur Verfügung, sondern übernimmt auch die Spannungsversorgung der Logikeinheit und des Displays.

Der aktuelle Reichelt-Katalog.

Der aktuelle Reichelt-Katalog. Reichelt

Reichelt Elektronik feierte am 1. Mai 2019 sein 50-jähriges Firmenjubiläum. Die Firmengeschichte reicht bis in das Jahr 1969, als das Ehepaar Reichelt den Vertrieb elektronischer Bauteile aufnahm. Der Firmensitz lag anfangs noch in Wilhelmshaven. 1996 erfolgte der Umzug der damals 40 Mitarbeiter nach Sande in Friesland. Es folgte der Bau eines Logistikzentrums mit selbstentwickelter Fördertechnik und Logistik-Software. Dieses System ermöglicht es dem Unternehmen, die heute über 110.000 Produkte reibungslos zu verwalten und Kunden termingerecht zukommen zu lassen. Seit dem Verkauf an die Schweizer Dätwyler-Gruppe im Jahr 2010 hat der Online-Distributor sein Produktportfolio stetig erweitert und die Geschäftstätigkeit auch verstärkt im europäischen Ausland aufgenommen. Ein großes Ziel ist die Internationalisierung und den Ausbau seines Sortiments.

Ebenfalls vor 50 Jahren wurde der Grundstein der heutigen Werum Software & Systems AG von Softwarepionier und ehemaligen Konrad-Zuse-Mitarbeiter Wulf Werum gelegt. Als in Lüneburg ansässiges Unternehmen, im Eigenbesitz der Mitarbeiter und ehemaligen Mitarbeiter, kann das Unternehmen über Quartalsberichte hinaus an eine langfristige, nachhaltige Entwicklung zum Wohle der Kunden und über 120 Mitarbeiter handeln.

Antennenstrukturen auf LDS-fähigem Epoxy Mold Compound von LPKF.

Antennenstrukturen auf LDS-fähigem Epoxy Mold Compound von LPKF. LPKF

Ein kleiner Ausflug in die Elektronikfertigung führt zu LPKF Laser & Electronics in Garbsen bei Hannover, einem bedeutenden Anbieter von laserbasierten Lösungen für die Herstellung unter anderem von Leiterplatten und mikroelektronischen Bauelementen. So kann die Produktion von Antennen in oder auf kleinsten Elektronikbauteilen für die Anforderungen der fünften Mobilfunkgeneration eine große Herausforderung sein. Es gilt, höhere Frequenzen und höheren Datendurchsatz zu erreichen. Ein Schlüssel zur Umsetzung ist das von LPKF entwickelte und patentierte Verfahren der Laser-Direkt-Strukturierung (LDS). Es erzeugt einfach und schnell Antennen direkt auf dreidimensionalen Kunststoffbauteilen beliebiger Form. Lasersysteme arbeiten hochpräzise und sind in der Lage, minimale Strukturen mit jeweils nur 25 µm Leiterbahn- und Isolationskanalbreite herzustellen. Mit Antennen, die mit dem LDS-Verfahren hergestellt werden, lassen sich die für 5G erforderlichen Frequenzen von 77 GHz realisieren. Die Bearbeitung von 3D-MIDs mit LDS ist verglichen mit anderen Verfahren sehr wirtschaftlich.

Nordrhein-Westfalen

Die genaue Winkelerfassung des MA330 unterstützt Geschwindigkeiten bis zu 60.000 U/min.

Die genaue Winkelerfassung des MA330 unterstützt Geschwindigkeiten bis zu 60.000 U/min. MEV

MEV ist ein inhabergeführter Distributor/Stocking Rep. und Herstellerrepräsentant für elektronische Bauelemente, Module und Systeme. Bei der Betreuung der Kunden in Deutschland sowie in Zentral- und Osteuropa steht die optimale technische Unterstützung und Beratung durch 14 Ingenieure im Vordergrund. Dabei konzentriert sich die MEV auf „State Of The Art“ Applikationen in führenden Marktsegmenten. Den Kunden stehen dabei das hauseigene Labor und Demonstrationsräume zur Verfügung, in denen insbesondere in den Bereichen Power Management, Displaytechnik und Optoelektronik mithilfe der FAEs gemeinsam bestmögliche technische Lösungen erarbeitet werden können. Neben der Design-In-orientierten Distribution fokussiert sich die MEV noch auf Logistik-Konzepte und Dienstleistungen, die exakt auf die jeweiligen Bedürfnisse der Kunden abgestimmt sind. Dabei ist die offene, ehrliche und zuverlässige Partnerschaft die Basis für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten, sowie innerhalb des Teams. Ein markantes Produkt aus jüngster Zeit ist der absolute Hall-Sensor-IC Mag Alpha MA330 von Monolithic Power Systems (MPS): ein 9- bis 14-bit-Winkelgeber mit einstellbarer Filterbandbreite. Er verfügt über wählbare digitale Filterbandbreiten und Hysterese-Einstellungen der ABZ-Schnittstelle.

Die Nova Elektronik – seit über 38 Jahren im Bauteilegeschäft tätig – hat sich in den Bereichen der Kondensatoren und Widerstände auf Hersteller spezialisiert, die nicht zu den „Riesen“ der Branche zählen. Das Unternehmen kann viele Produkte ab Lager oder mit Lieferzeiten bis zu maximal 20 Wochen anbieten. Um nur drei Beispiele zu nennen: Die MPC-Metallband-Widerstände von Fukushima Futaba führt Nova als Werksvertretung auf Lager. Die Firma Teapo Electronics (zugehörig zum Yageo-Konzern) als Hersteller von Alu-Elkos bietet mit ihrem breiten Produktspektrum viele Möglichkeiten zu Alternativen. Von besonderem Interesse dürften die SMD-Polymer-Kondensatoren der Firmen Teapo und Samxon sein, die als Ersatz für die oft schwer beschaffbaren MLCCs als Alternative angeboten werden. Die Firma Ralec als Hersteller von SMD-Widerständen hat auch relativ kurze Fertigungszeiten. Durch die seit Jahrzehnten bestehenden Kontakte zu den vertretenen Herstellern, wird Nova frühzeitig über Lieferzeitänderungen informiert, die rechtzeitig an Kunden weitergegeben werden.

Dacom West wurde 1986 als Distributor für hochqualitative aktive und passive elektronische Komponenten gegründet. Seitdem unterstützt das Unternehmen als unabhängiges, inhabergeführtes Unternehmen Kunden bei der Implementierung elektronischer Komponenten der neuesten Generation allen Applikationsbereiche. Durch die Konzentration auf wenige, ausgewählte Hersteller hat sich ein tiefes, technisches Verständnis, detailliertes Produktwissen und ein erstklassiger Support entwickelt. Mit den meisten Zulieferern bestehen langfristige Verbindungen, die oft bereits seit weit über 10 Jahren existieren. Der Firmensitz befindet sich in Haan, in der Nähe von Düsseldorf. Weitere Büros befinden sich in Erfurt und Bruckbach (Österreich).

Im Bereich der Mess-und Regeltechnik agieren in NRW erfolgreich die Fortive-Tochter Tektronix (Köln), Mathworks, dSpace, Meas X, SET und die auch nach dem Tod von Firmengründer Ulrich Töllner nach wie vor im Familienbesitz befindlichen Töllner Elektronik.

Der Platz ist leider zu knapp, um detailliert auf das „Klemmen-Valley“, mit den vielen großen Elektromechanik-Unternehmen mit weltweiter Bedeutung einzugehen. Stellvertretend seinen hier genannt Connec, Harting, Phoenix Contact, Wago und Weidmüller. Auch auffällig ist natürlich die Konzentration von asiatischen, speziell japanischen, Bauelemente-Herstellern in NRW. Von den deutschen Chip-Firmen ist die in Köln ansässige Cologne Chip zu nennen. Ihr Spezialgebiet sind Transceiver-ICs und IP für ISDN- und IP-Telefonie.