Laut der Studie sollen die durch Analog-ICs erzielten weltweiten Umsätze bis zum Jahr 2022 um durchschnittlich 6,6 Prozent zulegen – 74,8 Milliarden erwirtschafteten US-Dollar stehen dabei 54,5 Milliarden US-Dollar von 2017 entgegen. Der Report prognostiziert die Zuwächse für die Produktgruppen Analog-, Logik- und Memory-ICs sowie Mikrokomponenten; sowohl Allzweckprodukte als auch anwendungsspezifische Integrierte Schaltkreise wurden dafür untersucht. Für die Gesamtheit der Integrierten Schaltkreise ergibt sich daraus ein durchschnittlicher Jahreszuwachs von 5,1 Prozent über die fünf Jahre hinweg; für 2018 werden 8 Prozent prognostiziert.

Der Anstieg des Marktvolumens für Analog-ICs wird unter anderem befeuert durch die zunehmende Zahl elektrischer und autonomer Fahrzeuge sowie durch den steigenden Anteil an in Neuwagen verbauter Automobilelektronik. Automotive-Anwendungen zählen demnach auch zu den am schnellsten zulegenden Analog-ICs: Allein für 2018 wird ein Plus von 15 Prozent erwartet. Die Erlöse aus Analog-ICs, die im Power-Management zum Einsatz kommen, sollen im selben Zeitraum um 8 Prozent ansteigen. Kommunikations- und Consumer-Anwendungen bleiben jedoch die größte Endnutzergruppe innerhalb der Analog-ICs.

Nachdem der internationale Speichermarkt im Jahr 2017 einen Zuwachs um 58 Prozent erlebte, erwartet die Studie eine langfristige Normalisierung des Wachstums – bis 2022 soll der durchschnittliche Zuwachs nur bei 5,2 Prozent liegen. Hintergrund der Entwicklung ist eine Kapazitätserweiterung für Flash-Memory-ICs und – zu einem geringeren Grad – DRAM, der das zuletzt arg verschobene Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage wieder stabilisieren soll.