THT-Bestückung und viele weitere Montageprozesse erfolgen nach wie vor nicht vollautomatisiert. Flüchtigkeitsfehler, wie etwa durch Ermüdung, treten dementsprechend häufiger auf als in automatischen Prozessen. Eine Lösung, um derartige Fehler unmittelbar zu erkennen, wäre ein hochauflösendes, optisches Inspektionssystem direkt am Montageplatz. Die Hürden für die Umsetzung eines solchen Systems sind technisch kaum realisierbare Scan- oder Stop-and-Go-Kamerasysteme sowie sich ändernde Lichtverhältnisse aufgrund des offenen Montageumfeldes.

Johannes Richter (Senior Ingenieur Softwareentwicklung) und Frank Amm (Assistent der Geschäftsleitung)

Johannes Richter (Senior Ingenieur Softwareentwicklung) und Frank Amm (Assistent der Geschäftsleitung) von Göpel Electronic stellen den THT-Bestückplatz mit dem oberhalb angebrachten Kameramodul Multi Eyes plus vor. Marisa Robles

Mit dem Multi Eye S plus bietet Göpel Electronic ein smartes automatisches optisches Inspektionsmodul zur Integration in Montage- und THT-Bestückplätze an, das die Anforderungen durch den konsequenten Einsatz neuester Technologien erfüllt. Das Systemkonzept auf Basis der Multikamera-Bildaufnahmetechnologie ermöglicht eine Inspektion mit optimaler Bildqualität und Detailauflösung. Dank der eingesetzten KI-Funktionen ist das System selbstlernend und arbeitet auch ohne Lichtabschirmung völlig zuverlässig. Die Realtime-Überwachung von Montage- und Bestückprozessen direkt am Arbeitsplatz ist somit völlig unabhängig von Lichtverhältnissen und Umgebungsbedingungen.

Das Kameramodul übernimmt Vollständigkeitsprüfung sowie Positions- und Defekterkennung von montierten Elektronik und Automotive-Baugruppen. THT-Bauteile lassen sich auf Anwesenheit, Lagerichtigkeit, Polarität und Beschriftung (OCR) überprüfen. Das Modul mit matrix-artig angeordneten Kameras sorgt mit bis zu 120 Megapixeln für hohe Auflösung ganz ohne Verschleiß und wird direkt am Montageplatz integriert.