AT&S (www.ats.net) musste im ersten Quartal 2008/09 deutliche Margeneinbußen hinnehmen. Mit 115 Mio. € konnte der Umsatz des ersten Quartals im Vergleich zum Vorjahr aber gehalten werden. Das Geschäft unterliegt einer Saisonalität: Das erste und vierte Quartal des Geschäftsjahres sind in der Regel von niedrigerer Auslastung und schlechterem Produktmix gekennzeichnet, während das zweite und dritte Quartal in der Regel eine sehr gute Auslastung vorweisen.

Der schwache US-Dollar und hohe Lohnabschlüsse in Österreich stellen hier insbesondere die Volumenproduktion vor erhebliche Herausforderungen. Aus diesem Grund ist die Ausrichtung insbesondere der Werke in Leoben-Hinterberg auf den europäischen Markt weiter zu forcieren. „Die Produktion wird – neben einem klar definierten Baseload-Konzept – flexibler, schneller und auf kleinere Losgrößen ausgerichtet. So können wir die Anforderungen unserer Industrie- und Automobil-Kunden in Europa bestmöglich erfüllen und weiter Marktanteile gewinnen“, erläutert Harald Sommerer, Vorstandsvorsitzender der AT&S.

Die Konkurrenz im Mobile Devices-Geschäft aber auch in manchen Teilen des Industrie- und Automobil-Geschäfts befindet sich fast ausschließlich in Ländern, deren Währungen sich an dem US-Dollar orientieren. Daher sind diese Geschäftsbereiche äußerst US-Dollar abhängig. „Rund drei Viertel des Gesamtumsatzes sind vom US-Dollar abhängig. Der US-Dollar fiel seit dem ersten Quartal des Vorjahres im Vergleich zum Euro um rund 16 %. Das bedeutet, dass unser Umsatz bei stabilem Euro/Dollar eigentlich um drei Viertel von 16 %, also um rund 12 % mehr gestiegen wäre“, erläutert Steen Hansen, Finanzvorstand der AT&S.

Für das kommende Quartal erwartet man eine bessere Kapazitätsauslastung und einen besseren Produktmix. „Aufgrund der derzeitigen makroökonomischen Risiken, die ihre Ursachen in der Finanzkrise und der US-Dollar Entwicklung haben, wird das Geschäft zunehmend schwieriger abschätzbar“, kommentiert Harald Sommerer. AT&S beschäftigt mehr als 6.300 Mitarbeiter an Standorten in Österreich, Indien, China, Korea und in insgesamt 17 Vertriebsbüros.