So stellen sich die Forscher die Landung auf dem Kometen vor – mit dabei: Motoren von Maxon.

So stellen sich die Forscher die Landung auf dem Kometen vor – mit dabei: Motoren von Maxon.ESA/AOES Medialab

Am 6. August war es soweit: Die Raumsonde Rosetta erreichte nach einer mehr als zehnjährigen Reise den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko – kurz Tschury. Die Verantwortlichen bei der Europäischen Weltraumorganisation ESA hüpften vor Freude. Zum ersten Mal in der Geschichte der Raumfahrt trifft eine Sonde auf einen Kometen, um diesen nun zu umkreisen, zu kartografieren und verschiedene Daten zu sammeln. Und schon die ersten Bilder liefern erstaunliche Erkenntnisse: Der vier Kilometer grosse Tschury ist nicht etwa rund oder oval, sondern sieht aus, als würden zwei Brocken lose zusammenkleben. Auch die Oberfläche des Kometen ist mit -70 °C viel wärmer als erwartet und laut ersten Informationen von einer schwarzen Staubschicht bedeckt.

Rosetta wird sich jetzt Stück für Stück dem Kometen nähern, bis nur noch eine Distanz von 10 km dazwischenliegt. Mitte November 2014 folgt der schwierigste Teil: Der Lander Philae soll auf Tschury aufsetzen. Es wird die erste kontrollierte Landung auf einem Kometen sein – und Maxon Motor ist mit einem DC-Motor an Bord dabei. Nicht zum ersten Mal sind die Mikroantriebe aus der Schweiz Teil einer Weltraum-Missionen. Auch im Frachtraumschiff Dragon von SpaceX, das Material zur ISS-Station bringt, befinden sich Maxon-Motoren. Und natürlich in den Mars-Rovern, die seit Jahren fleissig über den Roten Planeten fahren.