Der Auftragseingang in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie ist im ersten Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahresquartal um 21 % zurückgegangen, wobei man sagen muss, dass das 1. Halbjahr 2018 besonders stark war.

Der Auftragseingang in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie ist im ersten Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahresquartal um 21 % zurückgegangen, wobei man sagen muss, dass das 1. Halbjahr 2018 besonders stark war. VDW

„Diese Minusraten sind nicht zuletzt auf eine extrem starke erste Jahreshälfte 2018 zurückzuführen“, kommentierte Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW), Frankfurt am Main, die Zahlen. Der Basiseffekt wird im zweiten Halbjahr 2019 deutlich abnehmen. „Dennoch ist die Abkühlung der Weltwirtschaft nun endgültig auch in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie angekommen“, so Schäfer weiter. Nur der Euroraum war einigermaßen stabil – er verlor nur 3 %.  Ursachen für die rückläufige Entwicklung sind laut VDW: Politisch verursachte Störungen im Welthandel, die auf die Schwellenländer durchschlagen, die Wachstumsschwäche in China, die strukturellen Schwächen beim größten Abnehmer Automobilindustrie und der Einbruch in der Halbleiterbranche. Der Umsatz der Unternehmen konnte in den ersten drei Monaten 2019 allerdings noch 6 % zulegen – bedingt durch den sehr hohen Auftragsbestand aus dem vergangenen Jahr. 2018 produzierte die Branche mit rund 73.500 Beschäftigten Maschinen und Dienstleistungen im Wert von 17,1 Milliarden Euro.