Fallende Preise für Memory-Chips deuten auf eine Schwäche des Memory-Marktes in diesem Jahr hin. Führende Branchenunternehmen wie Samsung und SK Hynix könnten deshalb ihre Investitionsbudgets gegenüber 2018 verringern. Das schreibt der Branchendienst Digitimes.

Sowohl Samsung als auch SK Hynix haben den Aufbau neuer Produktionsstätten zeitlich verschoben, was zeigt, dass es keinen dringenden Bedarf an weiteren neuen Kapazitäten gibt. Samsung wartet noch, bevor es Pläne zum Aufbau neuer Produktionskapazitäten von DRAM in seiner Fabrik in Pyeongtaek realisiert, während SK Hynix plant, seine neue Ausrüstungs-Installation erst im zweiten Halbjahr zu starten. Der bevorstehende Ausbau der Kapazitäten von SK Hynix soll vor allem in seinen neuen Fabriken im chinesischen Wuxi und im südkoreanischen Icheon stattfinden, berichtet der Dienst.

Samsung verschiebt die Ausweitung der Produktionskapazitäten für DRAM in seiner Fabrik in Pyeongtaek.

Die Aussichten für den Memory-Markt sind laut Beobachtern nicht mehr so gut. Samsung

Samsung und SK Hynix hatten geplant, ihre Halbleiter-Aktivitäten auszubauen, da es eine starke Nachfrage durch Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz und Internet of Things sowie durch selbstfahrende Fahrzeuge gibt. Diese Entwicklung gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Angebote zu diversifizieren und neue Märkte anzusprechen, um ein nachhaltiges Wachstum zu erzielen.

Vorhersagen zufolge soll der weltweite Halbleitermarkt im Jahr 2018 ein Volumen von 478 Milliarden US-Dollar haben, davon kommen 65,5 Prozent vom Nicht-Memory-Sektor. Trotz ihrer Marktführerschaft in der Memory-Industrie haben Samsung und SK Hynix zusammen nur einen Anteil von fünf Prozent am Nicht-Memory-IC-Segment, verglichen mit den 20,3 Prozent von Intel und den 6,8 Prozent von Qualcomm.