Bildergalerie
Selektives Miniwellenlöten in einer Rundtaktzelle.
Manfred und Matthias (r.) Fehrenbach, Senior- und Junior-Geschäftsführer der Eutect GmbH.
Das Domizil der Eutect seit 1998 in Dusslingen.
Roboterzelle für Selektivlötprozesse.
Inlinelösung bei einem Anwender.
Anwenderkonfiguration bei Krüger & Gothe.
Awnederkonfiguration bei Krüger & Gothe.

Die 1996 von Manfred Fehrenbach gegründete Eutect zählt heute 35 Mitarbeiter. Bereits seit 1978 hatte Fehrenbach als Geschäftsführer seines Unternehmens für Sondermaschinenbau in Gomaringen hinreichend Erfahrung sammeln können, um sich mit der Eutect GmbH dann ausschließlich und umfassend den Problemen und Lösungen rund um das selektive Löten und Schweißen von Elektronikkomponenten widmen zu können.

Während man bei den Herstellern von Serienmaschinen aus einer Anzahl von Modellen auswählen kann, schauen sich die Mitarbeiter von Eutect zunächst das herzustellende Produkt an, um die optimale Prozesslösung aus ihren Serienmaschinen oder einer Zahl von auf den ersten Blick nahezu unbegrenzten Möglichkeiten des einzigartigen Eutect Modulbaukastens herauszufinden.

„Unsere Kunden kommen in der Regel mit einem Problem zu uns, dass sie mit unseren und den auf dem Markt verfügbaren Standardmaschinen nicht ohne weiteres lösen können,“ erläutert Matthias Fehrenbach, Geschäftsführer der Eutect. „Wir selektieren den passenden Prozess und die adäquate Automatisierungslösung, abhängig von der Stückzahl, mit dem Fokus auf absolute Reproduzierbarkeit und klar definierte Qualitätsmerkmale der Prozesslösung. Am Ende muss dann ein autark geregelter stabiler Prozess verfügbar sein, der alle geforderten Kriterien erfüllen kann.“

Voraussetzung dazu ist natürlich, dass die Prozesstechnologien wie Selektivlöten mit den passenden Werkzeugen, bei der Eutect Module genannt, zur Verfügung stehen, um sie final in eine ebenso passende Automatisierungslösung einzubinden.

„Wir bieten eine inzwischen ausgereifte Prozessmodulpalette an, die bei Bedarf in ebenso standardisierte Automatisierungszellen integriert, oder aber für bestehende Linien adaptiert werden kann,“ erläutert Matthias Fehrenbach. „Der aktuelle Eutect-Modulbaukasten – der erste entstand bereits 2007 – besteht aus klar definierten Prozessmodulen mit den dazugehörigen Softwarebausteinen, so dass sich nahezu jeder Anwender relativ schnell zurechtfinden kann. Die Standardisierung dieser Module bringt die spezifische Prozesslösung mit definierten Leistungsmerkmalen auf der einen und definierte Kostenstrukturen auf der anderen Seite.“

Dabei kommen die wesentlichen Neuentwicklungen gerade im Bereich Laserlöt- und Schweißanwendungen, geregelte Lötdrahtvorschübe bis hin zur Prozesssteuerung aus dem eigenen Hause. Konstruktion und Entwicklung spiegeln sich auch in der Qualifikation des Eutect-Teams wider. 70 % der Mitarbeiter verfügen über eine Hochschulausbildung, 6 Mitarbeiter befassen sich mit der Softwareentwicklung, 5 mit der Konstruktion und allein 3 Spezialisten kümmern sich ständig um die Prozessentwicklung. Dabei werden alle Standardfertigungsprozesse an verlässliche Partner aus der nahen Region abgegeben. Wenn es um kritische Teile geht, legt man allerdings ebenso Wert darauf, im eigenen Hause zu fertigen. Selbst die Elektronik wird deshalb zum Teil im eigenen Hause produziert.

„Es sind diese interdisziplinären Aktivitäten, die unsere eigentliche Kernkompetenz ausmachen,“ betont Manfred Fehrenbach. „Schließlich müssen wir immer nah genug an der Prozesslösung unserer Kunden bleiben, damit wir ebenso zielgenau Standardisierungen vorantreiben können.“

Der Eutect Modulbaukasten

Ob es um das Miniwellen- oder Hubtauchlöten, das Thermoden-, Diodenlaser- oder Induktions- sowie Kolbenlöten geht, bei dem eine geregelte Lotdrahtzuführung aus dem eigenen Hause eine wichtige Rolle spielt, oder um das Auftrags-, Luftspalt- oder Widerstandsschweißen – zu allen Prozessmodulen sind pfiffige Automatisierungszellen in fünf verschiedenen Größen als Standalone-, Inline-, Roboter- oder Rundtakteinheiten verfügbar. Die ausgefeilte Touchscreen-Bedienoberfläche sorgt für eine ansprechende und einfache Bedienung.

„Fast immer können wir mit unserem aktuellen Modulbaukasten schnell und gezielt und zu fairen Preisen eine Lösung anbieten,“ betont Matthias Fehrenbach. Und falls es doch einer individuellen Lösung Bedarf, steht das Eutect-Team mit weit reichenden Ressourcen und über 30 jährigen Erfahrung im Sondermaschinenbau zur Verfügung.“

Schlussbemerkung

Bei so viel geballtem Know-how sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Eutect auch im Rahmen seiner Möglichkeiten ausbildet und gerne auch Möglichkeiten für Abschlussarbeiten von Studierenden anbietet. Anderseits spielten und spielen die Mitgliedschaft im FED und im DVS-Fachkreis FA 7 und FA 10 eine ebenso wichtige Rolle, wie die zahlreichen Referate in Arbeitskreisen des BFE, IZM, ZVE, MID und Publikationen in Jahrbüchern und Fachzeitschriften. „Nur so können wir bei unseren Kunden, die zum Großteil aus der Automobil- und Konsumer-Elektronik kommen, stetig am Ball bleiben,“ meint Manfred Fehrenbach. „Schließlich sind wir immer schon mit unseren Kunden gewachsen.“