Unter dem Leitthema Integrated Industry zieht es im April die deutsche Industrie wieder nach Hannover.

Unter dem Leitthema Integrated Industry zieht es im April die deutsche Industrie wieder nach Hannover.Deutsche Messe

Mit dem Leitthema ‚Integrated Industry‘ rückt die Hannover Messe vom 8. bis 12. April 2013 die zunehmende Vernetzung aller Bereiche der Industrie in den Mittelpunkt. „Maschinen, Anlagen, Werkstücke und Bauteile werden künftig Daten und Informationen in Echtzeit austauschen. Hierdurch wird es in Produktion und Logistik einen Schub für Effizienz, Sicherheit und Ressourcenschonung geben“, kommentiert Dr. Jochen Köckler, Vorstand der Deutschen Messe, die Themenauswahl. Ein Problem der rasant zunehmenden ­Integration aller Systeme ist jedoch, dass Produktionsprozesse grundlegend umgebaut werden müssen, um den neuen ­Anforderungen gerecht zu werden. Lösungen sollen in allen Messehallen zu finden sein. Anlehnungen an das momentan hochgejubelte Thema Industrie 4.0 sind dabei kein Zufall.

Das Partnerland Russland legt seinen Fokus auf Energie, industrielle Automation und neue Materialien. Mehr als 100 russische Unternehmen präsentieren sich auf der 4.500 m2 großen Ausstellungsfläche in Halle 26. Zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel wird der russische Präsident Wladimir Putin am Montag die Messe eröffnen.

Messe im Detail

Hannover Messe

Veranstaltungsort:
Messegelände Hannover

Adresse fürs Navi:
Hermesallee
30521 Hannover

Termin:
8 bis 12. April 2013

Öffnungszeiten:
Täglich 9 bis 18 Uhr

Für Automatisierer und Maschinenbauer steppt der Bär in Hannover vor allem in den Hallen der Themen ‚Industrial Automation‘, „MDA – Motion, Drive & Automation‘ und ‚Digital Factory‘. Ein straffes Pensum für einen Messetag. Belegen diese Themen doch gut die Hälfte der Messefläche. Ein guter Grund auf die Buslinien zurückzugreifen. Wenn doch noch Zeit sein sollte, lohnt sich ein Besuch in den Hallen zu den Themen ‚Research & Technology‘ und ‚Industrialgreentec‘.

Industrial Automation – Hallen 8 und 9, 11 und 14 bis 17

Mit Themen wie Embedded Systems und Smart Production stehen in den Hallen zum Thema ‚Industrial Automation‘ integrierte Automatisierungsprozesse im Vordergrund. Der ‚Application Park Robotics, Automation & Vision‘ zeigt zum Beispiel neue Entwicklungen aus den Bereichen Robotik, Automation und industrielle Bildverarbeitung. Er setzt sich aus drei Elementen zusammen: Der Live-­Demo-Fläche auf der Roboterhersteller, Systemhäuser und Bildverarbeiter die Bandbreite der robotergestützten Automatisierung vorstellen, dem Expertenforum ‚Forum Robotics, Automation & ­Vision‘ und der kostenlosen Robotersprechstunde, in der ein Experte von ‚Volkswagen Coaching‘ Besucher herstellerunabhängig berät. Die Beratung richtet sich sowohl an Unternehmen, die zum ersten Mal den Einsatz von Robotern in ihrem Unternehmen planen als auch an Unternehmen, die bereits Roboter im Einsatz haben und nach Lösungen zu konkreten Problemen suchen.

Auch die Robotik ist ebenfalls wieder mit viel Fläche stark vertreten.

Auch die Robotik ist ebenfalls wieder mit viel Fläche stark vertreten.Deutsche Messe

Der Bedarf an drahtloser Kommunikation und mobilen Automatisierungslösungen steigt stetig. Die Messe widmet sich diesen Themen im 1.000 m² großen Bereich ‚Wireless Automation & M2M‘ in Halle 8. Unternehmen präsentieren hier Lösungen zu Technologien wie Zigbee, Bluetooth oder Wlan. Auch Wireless Hart spielt als kosteneffiziente Umsetzung für die drahtlose Kommunikation in der Prozessindustrie wieder eine bedeutende Rolle auf der Messe. Im Fokus steht 2013 auch die Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M), da der drahtlose M2M-Markt aufgrund der stetig zunehmenden Anwendungsgebiete weiter wächst.

Der Bereich ‚Mobile Roboter & Autonome Systeme‘ in Halle 17 zeigt, was mobile Systeme heute zu leisten imstande sind. Die Sonderschau bildet die Bandbreite mobiler Systeme für die industrielle Produktion, den öffentlichen Bereich und den Dienstleistungssektor ab. Dazu zählen unter anderem Sensorik-Lösungen für die Indoor-Navigation oder Komponenten zur kontaktlosen Energieübertragung. Auf den Aktionsflächen der ‚Mobile Area‘ demonstrieren Unternehmen ihre Technologien und Komponenten in Aktion. Freundliche Service-Helfer, autonome Reinigungsmaschinen und andere mobile Roboter rollen oder laufen dort umher.

Knapp die Hälfte der Messefläche ist von ­Automatisierungs- und Antriebstechnik belegt.

Knapp die Hälfte der Messefläche ist von ­Automatisierungs- und Antriebstechnik belegt.Deutsche Messe

Zum Themenbereich Industrial IT gehört auch wieder das Forum. In Zusammenarbeit mit dem VDMA und dem ZVEI, werden hier aktuelle Technologien, Methoden und Serviceangebote vorgestellt und mit dem Fachpublikum diskutiert. Ein Highlight sind die täglichen Podiumsdiskussionen sowie die allabendliche ­Industrie-4.0-Lounge. Hier diskutieren Vertreter von Wirtschaft, Industrie und Wissenschaft über aktuelle Themen. Zum zweiten Mal wird es auch einen Rundlauf innerhalb der Industrial Automation geben. Der rote Teppich beginnt am Eingang Süd 1 und führt die Besucher durch die Automatisierungshallen.

MDA – Motion, Drive & Automation – Hallen 15 bis 17, 20 bis 25

Der Bereich ‚Motion, Drive & Automation‘ umfasst die elektrische und mechanische Antriebstechnik sowie die Hydraulik und Pneumatik. Die Schwerpunkte liegen auf Wälzlagern, Zahnrädern, Pumpen, Motoren, Getrieben, ­Antriebselementen, Kupplungen und Bremssystemen. Außerdem sind hier auch immer mehr komplette Automatisierungslösungen zu finden, da die Unternehmen aus der Antriebs-, Linear- und Getriebetechnik immer stärker auf den Systemgedanken setzen. Das Leitthema ‚Integrated Industry‘ spiegelt sich in diesen Hallen zum Beispiel bei Condition-Monitoring-Systemen wider. Auf dem ‚MDA-Forum‘ von VDMA und ZVEI geht es vor allem um ‚Energieeffizienz in Industriellen Prozessen‘, ‚Lösungen für Highspeed-Anwendungen‘ oder ‚Life Cycle Cost‘.

Digital Factory – Halle 7

In direkter Nähe zu den Automationsthemen ist das digitale Zentrum der Messe angesiedelt. Im Mittelpunkt des Bereichs für integrierte Prozesse und IT-Lösungen stehen Themen rund um Prozessintegration und interdisziplinäre Produktentwicklung. Lösungen aus den Bereichen CAx, Product Lifecycle Management (PLM), Manufacturing Execution (MES) und Enterprise Resource Planning (ERP) sind die Kernthemen. Das Potenzial von ‚Integrated Industry‘ wird hier besonders deutlich. Das Schwerpunktthema ist hier die Prozessintegration und die interdisziplinäre Produktentwicklung. Außerdem geht es darum die verschiedenen Fachdisziplinen im Engineering besser zu synchronisieren.

Industrialgreentec – Halle 6

Nach der Premiere 2012 wird der Messebereich rund um die Umwelttechnologien weiter ausgebaut. Themen wie nachhaltige Produktion, Verfahren zur Wasser- und Luftreinhaltung sowie Recyclingwirtschaft bilden den Kern der Ausstellung. Die Aussteller zeigen, wie sie im Rahmen ihres Geschäftsmodells Umweltmanagement-Systeme installieren, neue Produktchancen erkennen und nutzen sowie komplexe Systeme und Prozesse auf das Wesentliche reduzieren. Wie sich nachhaltige Produktionsprozesse in die Tat umsetzen lassen und wie Unternehmen davon profitieren, können Besucher auf der ‚Industrialgreentec-Conference‘ erfahren. Die Konferenz findet am 10. April 2013 von 10 bis 13 Uhr in Halle 13, Standnummer F20, Business Forum 1 statt. In Vorträgen zeigen Unternehmensvertreter, welchen Beitrag Unternehmen zu einer nachhaltigen Produktion leisten können. Best-Practice-Beispiele veranschaulichen den konkreten Nutzen, der aus nachhaltigen Produktionsprozessen entsteht.

Research & Technology – Halle 2

Den Blick über den Tellerrand können Besucher in der Halle 2 beim Thema Research & Development werfen.

Den Blick über den Tellerrand können Besucher in der Halle 2 beim Thema Research & Development werfen.Deutsche Messe

Der Fokus in der Halle 2 liegt auf dem Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Forscher und Entwickler, Konstrukteure und Geschäftsführer haben die Gelegenheit, Innovationen zu entdecken, sich zu vernetzen sowie interdisziplinär und branchenübergreifend aktiv zu werden. So bündelt die ‚F&T-Arena‘ seit mittlerweile sieben Jahren Forschungsergebnisse aus unterschiedlichen Themenbereichen. An den fünf Gemeinschaftsständen der Bundesländer Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen, des Forschungsmarkts Berlin-Brandenburg und der Initiative Forschung für die Zukunft (vertreten durch die Bundesländer Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern), zeigen Universitäten, Forschungseinrichtungen, Institute sowie Wissenschaftler neue Ergebnisse, Projekte oder Neuerungen. Auch der Gemeinschaftsstand des Russischen Ministeriums für Bildung und Wissenschaft ist hier untergebracht.