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Bild 1: Phoenix Contact unterstützt die Kundengruppe der Gerätehersteller mit modernen Online-Anwendungen. (Bild: Phoenix Contact)

| von Anke Steinkemper

Eckdaten

Die zunehmende Digitalisierung aller Schnittstellen entlang der Wertschöpfungskette hat den Kunden emanzipiert – und zum Co-Entwickler seiner eigenen Lösung gemacht. Phoenix Contact unterstützt die Kundengruppe der Gerätehersteller mit modernen Online-Anwendungen bei der Auswahl, Konfiguration und Bestellung individueller Produkte. Die Web-basierenden Produktkonfiguratoren und Anfrage­formulare reduzieren Medienbrüche.

Seit mehr als 40 Jahren gilt die RAL-Farbe 6021 gewissermaßen als Konstante in der Elektro­mechanik – Leiterplattenanschlüsse von Phoenix Contact sind seitdem grün. Als das Blomberger Unternehmen 1974 unter der Bezeichnung MKDS die Miniaturklemme für gedruckte Schaltungen auf den Markt brachte, definierte es nicht nur einen neuen technischen Standard zur Übertragung von Strömen direkt auf die Leiterplatte. Es setzte mit der Signalfarbe dieser robusten Leiter­plattenklemme auch ein Zeichen – ein Wiedererken­nungsmerkmal, das bis heute synonym für die hohe Zuverlässigkeit des gesamten Produktprogramms Combicon steht.

Seit den 1970er-Jahren hat der technische Fortschritt in der Elektromechanik und Elektronik das Anwendungsfeld für Leiterplattenanschlüsse stark erweitert. Heute finden sich Leiterplatten­klemmen und -steckverbinder in der Konsum- und Industrieelektronik, in der Fabrik- und Prozessautomation, in Schaltschränken und Feldgeräten. Damit gibt es nicht mehr die eine, universelle Lösung zur Übertragung von Signalen, Daten oder Leistung, sondern viele verschiedene. Kein Hersteller kann jedoch unendlich viele Produkte entwickeln, effizient produzieren und vorhalten. Die Lösung hier heißt Varianz.

Ob Bekleidung, Heimcomputer oder Pkw – wer heute einen Gebrauchsgegenstand kauft, wählt in aller Regel aus zahlreichen Varianten aus. Zu den Individualisierungsoptionen zählen Farbe, technische Ausstattung oder Sondermerkmale. In der Konsumgüterindustrie mit ihren extrem kurzen Entwicklungs- und Produktlebenszyklen hat sich so längst ein neues Verhältnis von Endanwendern und Produzenten etabliert. Das gesamte Kaufverhalten hat sich entsprechend verändert.

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Bild 1: Phoenix Contact unterstützt die Kundengruppe der Gerätehersteller mit modernen Online-Anwendungen. Phoenix Contact

Die zunehmende informationstechnische Vernetzung von Konsumenten, Produzenten und Produkten hat auch die Kunden emanzipiert. Hersteller geben nicht mehr allein die Produktgestaltung vor, sondern definieren vorrangig technische Rahmen­parameter und ermöglichen eine zweckgebundene Fertigungs­qualität des Endprodukts. Die Kunden werden so zum Co-Entwickler ihrer Lösung.

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Die eigene Lösung mitgestalten zu können – das fordern auch Hersteller von Industrieelektronik wie Schaltschränken, Steuerungen oder Feldgeräten. Immerhin sind die spezifischen Anforderungen genauso zahlreich wie die Anwendungsgebiete ihrer Geräte. Phoenix Contact unterstützt diese Kundengruppe daher mit Online-Anwendungen, die genau diese Gestaltungsfreiheit zulassen und so den Weg zur individuellen Lösung deutlich vereinfachen.

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Bild 2: Bedienfreundlich visualisiert: Produktabbildungen und Drop-down-Menüs führen durch die Produktauswahl.




Phoenix Contact

Mithilfe webbasierender Anwendungen können Anwender sowohl die funktionale Hülle ihrer Geräte – die Elektronikgehäuse, als auch die Anschlusstechnik zur Übertragung von Signalen, Daten und Leistung an ihre konkreten Anforde­rungen anpassen. Beide sogenannten Konfigura­toren funktionieren grundsätzlich ähnlich. Zunächst ruft der Kunde über die Website www.phoenixcontact.de die gewünschte Anwendung auf. Besonders bequem funktioniert dies durch Eingabe des Webcodes in das Suchfeld der Website – etwa #0509 für Leiterplattenanschlüsse oder #0512 für Elektronikgehäuse.

Innerhalb der Konfiguratoroberfläche schränkt der Kunde dann anhand technischer Parameter die zur Verfügung stehenden Produktfamilien ein, bis er die für seine Anforderung passende Produkt­familie festlegen kann. Zu den Eigenschaften, die der Kunde einfach per Drop-down-Menü definiert, gehören Rastermaße, Anschluss­technologien, Baugrößen und -formen sowie die Stromtragfähigkeit (Bild 2).

Steht die passende Produktfamilie fest, beispielsweise eine Leiterplattenklemme im Raster 5,08 mm, kann der Anwender diesen Artikel weiter individualisieren und an die Applikation anpassen. Die wortwörtlich augenscheinlichste Option ist die Wahl einer abweichenden Farbe. Das gängige Grün steht seit jeher für Qualität und Zuverlässigkeit und setzt damit ein für Anwender nach außen sichtbares Zeichen. Im alltäglichen Wettbewerb um Aufmerksamkeit und Unverwechselbarkeit zählen aber auch die ganz individuellen unternehmenseigenen Identitäten der Gerätehersteller.

Standardisierte Varianz für Individualität

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Bild 3: Augenscheinlich: Leiterplattenanschlüsse in individuellen Farben erhöhen Wiedererkennbarkeit und Sicherheit im Feldeinsatz.




Phoenix Contact

Damit sich beispielweise Anschlusskomponenten nahtlos in bestehende Gerätedesigns einfügen können oder Steckerteile und Grundleisten optisch zweifelsfrei zuzuordnen sind, bietet Phoenix Contact Elektronikgehäuse und Leiterplattenanschlüsse in unterschiedlichen Farben wie Grau, Blau, Gelb, Rot oder Schwarz an. Um diese Varianz effizient planen zu können, sind bestimmte Farbvarianten je Produktfamilie vordefiniert und können direkt im Konfigurator ausgewählt werden. Auf Anfrage bietet Phoenix Contact darüber hinaus auch ausgefallene Farben oder Farbkombinationen. So kann der Kunde hier auch sein Corporate Design leicht umsetzen (Bild 3).

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Bild 4: Bequem importieren: Anwender können Konstruktionsdaten in 2D und 3D herunterladen und direkt in ihrer CAD-Software verwenden.






Phoenix Contact

Die individuelle Bedruckung der Elektronik­gehäuse und Leiterplattenanschlüsse erhöht die Wiedererkennbarkeit und Bedienfreundlichkeit im Feld zusätzlich. Standardisierte Beschriftungs­verfahren für die ein- oder mehrfarbige Bedruckung erlauben flexible Lösungen für kleine und große Bedruckungsflächen. So können Anschlusspole oder Statusanzeigen eindeutig gekennzeichnet werden. Dies minimiert das Risiko von Bedienfehlern und hilft, den Produktlebens­zyklus von Geräten und Komponenten zu verlängern. Eine weitere Option für Leiterplatten-Steck­verbinder: die Kodierung von Stecker und Grundleiste. Kodierprofile, -reiter oder -stifte verhindern zuverlässig, dass die beiden Komponenten falsch zusammengesteckt werden. Für die verschiedenen Artikelfamilien stehen Anwendern direkt im Online-Konfigurator unterschiedliche Kodierlösungen zur Verfügung (Bild 4).

Digitale Musterlösung für Gerätehersteller

Ein weiterer Online-Service unterstützt die Zielgruppe schon in der Test- und Entwick­lungsphase. Mehr als 2500 Artikel aus den Produktbereichen Leiterplattenklemmen, Leiter­platten-Steckverbinder und Rundsteckverbinder stehen Nutzern der Website als individuelle und kostenlose Muster zur Verfügung. Über einen Teaser auf der jeweiligen Produktdetailseite können die Anwender ein Bestellformular aufrufen und mit wenigen Eingaben bis zu drei kostenlose Musterexemplare von bis zu fünf unterschied­lichen Artikeln anfordern. Geht die Bestellung bis 14 Uhr ein, wird der Versand noch am gleichen Tag vollautomatisch ausgelöst – und in 27 meist europäischen Ländern werden die Muster direkt zum Kunden geliefert.

Einfach konfigurieren

In fünf Schritten zur individuellen Lösung

  • Produktprogramm auswählen und entsprechenden Konfigurator zum Beispiel per Webcode starten.
  • Technische Parameter definieren und geeigneten Produkttyp auswählen.
  • Artikel individualisieren und Parameter wie etwa Farbe, Bedruckung und Kodierung festlegen.
  • Konstruktionsdaten herunterladen und direkt in der CAD-Software verwenden.
  • Konfiguration anzeigen und zum Warenkorb hinzufügen – oder als Anfrage absenden.

 

Anke Steinkemper

Produkt-Manager, Service Center Leiterplatten-Anschlusstechnik, Phoenix Contact, Blomberg

(ah)

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