Automatisierungstreff

Der Automatisierungstreff in der Kongresshalle in Böblingen traf einmal mehr den Nerv der Teilnehmer. (Bild: Strobl)

In entspannter Atmosphäre die aktuellsten Trends und Produkte der Automatisierungs- und der Produktions-IT-Welt kennenlernen, darauf sind die Workshops des Automatisierungstreff ausgelegt. Wie schon bei den vergangenen Veranstaltungen ermöglichten die Workshops eine direkte und praxisorientierte Auseinandersetzung rund um die Themen IT sowie Automation und ermöglichen einen sehr intensiven Austausch zwischen Anbieter und Anwender. Das ist das Erfolgsrezept, denn die Teilnehmer werden nicht zum passiven Konsumieren verdammt, sondern legen selbst Hand an und erhalten so einen tiefen Einblick in den Einsatz von Produkten, Systemen und Methoden. Wer Technik zum Anfassen, einem eindimensionalen Frontalunterricht oder anonymen Ausstellungen vorzieht, war bei den Workshops auf dem Automatisierungstreff genau richtig.

So stellte Fischertechnik auf dem Automatisierungstreff eine weltweit einzigartige Lernfabrik 4.0 vor. Sie passt von der Größe her auf einen Schreibtisch. Die Miniatur-Fabrikanlage besteht aus verschiedenen Arbeitsgängen einer echten Fertigung, wie zum Beispiel einem Brennofen, einer Sortierstrecke mit Farberkennung und einem Hochregallager. Die Miniatur-Fabrikanlage besteht aus verschiedenen Arbeitsgängen einer echten Fertigung, wie zum Beispiel einem Brennofen, einer Sortierstrecke mit Farberkennung und einem Hochregallager. Dass über eine Cloud verbundene Dashboard visualisiert sämtliche Prozessschritte aus der Perspektive von Kunden, Lieferanten und Produktionsleitung. Damit bildet die Fabriksimulation die Prozesse einer Online-Bestellung digitalisiert und vernetzt ab – von der Bestellung im Internet bis zum Versand. Mit der Fischertechnik Lernfabrik 4.0 lässt sich Zukunft simulieren, und dies ganz realitätsnah.

Wirtschaftliche und sichere Digitalisierung

Im Rahmen der Energiewende wird statt einer konventionellen Energieerzeugung auf ein hauptsächlich erneuerbares Energiesystem umgestellt. Folglich müssen die Energienetze auf allen Netzebenen digitalisiert werden, damit die Lastverteilung transparent und steuerbar wird. Das ist Stand heute gerade im wichtigen Sektor der Mittel- und Niederspannungsnetze nicht der Fall, weshalb der Ausbau der Übertragungsnetze allein in Zukunft nicht ausreicht. Um die Klimazeile und einen wirtschaftlichen Netzbetrieb möglich zu machen, müssen die Verteilnetze nun zügig digitalisiert werden. Die PSInsight GmbH hat unter anderm mit der PQ Plus GmbH, ein Gesamtsystem zur Digitalisierung des Energieverteilnetzes, das GridCal-System entwickelt. Das System ist dabei in enger Zusammenarbeit mit Verteilnetzbetreibern designt worden und befindet sich bereits bei einigen Energieversorgern im flächendeckenden Einsatz. Bei der Systemlösung GridCal werden neben der Power Quality-Messung nach DIN EN 50160 für den Transformatorabgang auch alle Abgänge des Niederspannungsverteilgerüstes dezentral in Echtzeit erfasst und überwacht. Im Anwenderworkshop wurde diese Systemlösung zur wirtschaftlichen Netzdigitalisierung anhand eines Berichtes aus der Praxis vorgestellt und mögliche Integrationspfade erläutert.

Der Workshop von Hilscher gliederte sich in zwei Abschnitte, was der Teilnehmerzahl keinen Abbruch tat. Zunächst wurden in einem Theorieteil Grundlagen vermittelt und im zweiten Teil konnten die Teilnehmer selbst Hand anlegen und mit den Entwicklungstools und einem netX 90-Evaluationboard arbeiten. Der Workshop vermittelte die Grundlagen zur Nutzung des netX 90 als Kommunikationslösung für Realtime Ethernet basierte Feldgeräte. Im praktischen Teil erfolgte dann die Integration des Chips in ein PROFINET-Netzwerk und der Austausch von zyklischen Daten mit einer Steuerung.

Beim Workshop von Codesys konnten sich die Teilnehmer selbst ein Bild davonmachen, wie einfach sie ihre Steuerungslandschaft im Blick behalten und administrieren können. Nach den vorbereitenden Schritten arbeiteten sich die Teilnehmer gemeinsam mit den Referenten durch typische Aufgabenstellungen, die sie mit Hilfe eines CODESYS Automation Servers erledigen konnten.

IO-Link Devices mit Hilfe von ASi-5 integrieren

Auf dem Lösungsforum „Marktplatz Industrie 4.0“ präsentierte Bihl+Wiedemann wie einfach, flexibel und bedarfsgerecht sich IO-Link-Devices mit Hilfe von ASi-5 Modulen mit ein, zwei und vier integrierten IO-Link-Master-Ports in AS-Interface-Applikationen integrieren lassen. Als ein weiteres Highlight auf dem Marktplatz I4.0 konnten die Besucher des Automatisierungstreff erfahren, wie ein industrielles Netzwerk mit den wachsenden Herausforderungen von Industrie 4.0 transparenter und kommunikativer wird. CC-Link IE TSN deckt Aufgaben von der einfachen Vernetzung von Kompaktsteuerungen bis hin zur Vernetzung komplexester industrieller Anlagenautomation inklusive Motion Applikationen ab. Der Verband Marktplatz I4.0 e.V. demonstriert auf dem Automatisierungstreff eine durchgängige IIoT-Lösung mit zwei Use-Cases: Zum einen eine Produktionssteuerung und -optimierung direkt aus dem ERP-System heraus und zum anderen eine übergreifende und sichere Verwaltung sowie Monitoring von Edge-Devices. Möglich machte dies der innovative und einzigartige Technologie-Mix der teilnehmenden Mitgliedsfirmen.

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