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Das offene elektronische Motortypenschild wird auch die Fernwartung von Maschinen und Anlagen ermöglichen. (Bild: Fotolia – zapp2photo)

Eine deutlich schnellere Motor-Inbetriebnahme, effizientere Maschinen und eine hohe Flexibilität bei der Komponenten-Wahl verspricht das offene elektronische Typenschild. Im Juni präsentierten der VDMA und die Forschungsvereinigung Antriebstechnik der Fachwelt einen ersten Demonstrator. Die herstellerübergreifende Motorfeedback-Schnittstelle SCS Open Link von Hengstler spielte dabei eine zentrale Rolle.

Das elektronische Typenschild wird die Inbetriebnahme von geberlosen Antrieben deutlich beschleunigen. Frequenzumrichter erkennen per SCS Open Link künftig den angeschlossenen Motor automatisch und konfigurieren ihn mit den optimalen Parametern, egal von welchem Hersteller. Zurzeit ist das nur möglich, wenn Umrichter und Antrieb aus demselben Haus kommen. Antriebe von anderen Anbietern müssen bislang noch aufwändig manuell für den jeweiligen Umrichter konfiguriert werden. Der Installationsaufwand verringert sich aber auch deshalb, weil die offene Motorfeedback-Schnittstelle die Übertragung der Motordaten über die Anschlussleitung des Antriebs ermöglicht. Eine zusätzliche Verkabelung ist nicht mehr nötig.

Was bringt das elektronische Typenschild?

Für den Maschinenbau und seine Kunden ist das elektronische Typenschild aus zwei weiteren Gründen vorteilhaft: Zum einen können sie ihre Antriebe in Zukunft rein nach der Leistungsfähigkeit auswählen. Sie müssen sich nicht mehr, wie bisher auf die Motoren beschränken, die mit ihren Umrichtern kompatibel sind. Die Maschinen werden also effizienter werden. Zum anderen bietet das universell auslesbare Typenschild die Möglichkeit, den Zustand eines Antriebsstranges auch aus der Ferne zu überwachen. Drohende Leistungseinbußen des Antriebs können auf diese Weise frühzeitig erkannt und durch Gegenmaßnahmen verhindert werden. Die Fernüberwachung ist nicht nur für Anwender interessant, sondern auch für die Maschinenbauer selbst. Sie können das Condition Monitoring künftig als Dienstleistung anbieten und so ihre Wertschöpfungskette erweitern.

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