Das Raspberry-Betriebssystem unterstützt Node-Red und damit die Entwicklung von IoT-fähigen Geräten sowie deren Einbindung in die IBM-Cloud-Architekturen.

Das Raspberry-Betriebssystem unterstützt Node-Red und damit die Entwicklung von IoT-fähigen Geräten sowie deren Einbindung in die IBM-Cloud-Architekturen. (Bild: Hilscher)

Der kreditkartengroße Pi 3 Modell B der Raspberry-Pi-Foundation integriert einen 64-bit-ARM-Prozessor. Dadurch bietet das neue Modell deutlich mehr Leistung. Bei Kosten unter 40 Euro bleibt er zudem seinem Image als Low-Cost-Computer-Board treu.

Das Board basiert auf dem Broadcom BCM2837 SoC, der einen ARM-Cortex-A53-Quad-Core-Prozessor umfasst und mit 1,2 GHZ läuft. Hinzu kommt ein Connectivity-Device, das 802.11b/g/n Wireless LAN zur Verfügung stellt sowie Bluetooth-Classic und Bluetooth-Low-Energy. Daneben integriert der BCM2837 einen Multimedia-Coprozessor.

Der Raspberry Pi 3 lädt sein Betriebssystem aus einer Micro-SD-Karte und setzt den Noobs-Easy-Installation-Manager (new out of the box software) ein. Die Standardinstallation des Raspbian-Betriebssystems erfolgt zusammen mit verschiedenen Anwendungen und Programmierwerkzeugen einschließlich Node-Red. Dieses Visualisierungs-Tool unterstützt die Verdrahtung von Hardwaregeräten, Programmierschnittstellen (APIs) und Online-Diensten. Damit wird das Board fit für die schnelle Entwicklung und das Prototyping von IoT-Projekten.

Auch die Grundfläche hat sich im Vergleich zu den früheren Versionen des Raspberry Pi nicht geändert: Mit 85 x 56 mm misst er so viel wie eine Kreditkarte. Die Höhe beträgt 17 mm. Der Raspberry Pi 3 behält dabei viele der gleichen Funktionen der vorherigen Generation: 40-pin GPIO-Anschluss (general purpose input output), vier USB-Anschlüsse, Full-HD HDMI, 10/100 Ethernet, 3,5 mm Audio-Buchse und Composite-Video, eine Kamera- (CSI-2) und Anzeige-Schnittstelle (DSI) sowie einen Micro-SD-Kartensteckplatz. Die Stromversorgung zur Karte ist über eine Micro-USB-Buchse mit externem Steckernetzteil (PSU) möglich.

RS Components stellt den Raspberry Pi 3 unter Lizenz in Großbritannien her. Ein Raspberry Pi 3 Compute Module I/O-Board wird demnächst erhältlich sein, sodass OEMs auch industrielle Anwendungen entwickeln können.

Realtime-Ethernet huckepack

Echtzeit-Ethernet im Labormaßstab: Raspberry Pi 2 mit Hilschers NetHat-Modul.

Echtzeit-Ethernet im Labormaßstab: Raspberry Pi 2 mit Hilschers NetHat-Modul. Hilscher

Das netX-Modul für den Raspberry Pi ‚NetHat‘ ermöglicht die Slaveanbindung des CPU-Boards an Steuerungen über alle gängigen Echtzeit-Ethernetsysteme. Für die Kommunikationsfähigkeit sorgt ein netX52-Prozessor in Kombination mit 8 MB SDRAM und 4 MB Quad SPI Flash. Das Modul unterstützt die Slave-Kommunikation über Profinet, Ethernet/IP, Ethercat, Powerlink sowie Sercos. Die Protokollstacks sind mit 32 Byte Ein- und Ausgangsdaten vorkonfiguriert. Zur Inbetriebnahme ist kein protokollspezifisches Wissen notwendig. Ein weiterer Vorteil: Allein durch den Austausch der Firmware kann ein anderes Protokoll verwendet werden, ohne die SPS-Applikation anpassen zu müssen. Dem Zielsystem entsprechend ist das Modul hinsichtlich Betriebstemperaturen (0 °C bis 50 °C) und Preis (39,90 Euro mit Profinet oder Ethernet/IP, Linux-Treiber und Doku) ausgelegt.

(mns)

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