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Diesmal werfen wir einen doppelten Blick zurück und sehen uns zwei Meldungen aus der Juliausgabe der IEE aus dem Jahre 1991 an. Zum einem veröffentlichte die IEE eine Meldung zu einer neuen Industriesteuerung des Unternehmens Matsushita, heute Panasonic. Zum anderen gab es auch eine Meldung zur Bedienkonsole PCS 110 aus dem Hause Lauer Systeme, das heute zu Beijer Electronics gehört. Hier haben sich also nicht nur die Produkte, sondern auch die Unternehmen innerhalb der letzten Jahre verändert.

Mehr steuern, mehr speichern

Die Matsushita-Kompaktsteuerung mit einer 12-V-Stromversorgung war damals für mobile Anwendungen in Fahrzeugen oder für stationäre Anwendungen gedacht, die bei einem Stromausfall mit einer Autobatterie gepuffert werden. Der heutige Nachfolger der SPS ist die FP0R, die zweite Generation der Kompakt-SPS-Familie der Serie FP0 von Panasonic Electric Works. Die CPU gibt es in 16 verschiedenen Varianten, von 6DE/4DA, Relais bis hin zu 16DE/16DA, Tr. PNP. Die Transistorausgänge liefern einen Ausgangsstrom von 0,1 A. Im Maximalausbau können 128 digitale oder 24 analoge Ein- und Ausgänge genutzt werden.

In Verbindung mit dem vergrößerten Programmspeicher von 32.000 Schritten und dem Arbeitsspeicher von 32. 000 Worten, lassen sich nun auch anspruchsvolle Applikationen aus den Bereichen Maschinenbau und Fernwirktechnik lösen. Zur ausführlichen Dokumentation stehen dem Nutzer 328 kB Kommentarspeicher zur Verfügung. Die Steuerung aus dem Jahre 1991 kam auf eine Speicherkapazität von 2.500 Anweisungen.

Flexibel und ausbaufähig

Zwei serielle Schnittstellen (RS232C) und eine Programmierschnittstelle, ausgeführt als Mini USB 2.0, sowie die Möglichkeiten der Kommunikation mittels Profibus-, Ethernet und Modbus TCP, bieten dem Konstrukteur flexible Kommunikationsmöglichkeiten und Ausbaufähigkeit. Für einen reibungslosen Austausch einer bisherigen FP0 CPU durch eine neue FP0R SPS haben die Spezialisten aus dem Hause Panasonic einen 100%igen Kompatibilitätsmodus realisiert, der sowohl die Hardware wie auch die Software umfasst. Die SPS verfügt standardmäßig über sechs schnelle Hardwarezähler on Board. Bei einphasigen Zählvorgängen können bis zu 50 kHz, bei Vorwärts-/ Rückwärtszählung bis zu 15 kHz erfasst werden. Für Positionieraufgaben wird diese Funktion in Verbindung mit den vier Pulsausgängen interessant. Über diese lassen sich Pulse bis zu einer Frequenz von 50 kHz ausgeben. Mithilfe der Standardfunktionsbausteine für Interpolation, die bereits Bestandteil der Programmiersoftware sind, bereiten Vier-Achs-Positionieraufgaben keine Schwierigkeit.

Von der Folientastatur zum Touchdisplay

Die Bedienung von Produktionsmaschinen und Anlagen war Anfang der 90er geprägt durch Klartextanzeigen mit diversen Folientastaturen. Eine serielle Anbindung an die SPS mit Zugriff auf deren Speicherbereiche vervollständigte die Funktionalität einer kompletten Bedieneinheit. Ein typisches Beispiel dafür ist die Bedienkonsole PCS 110 von Lauer. Die Bedienkonsole verrichtet auch heute noch zuverlässig ihren Dienst in zahlreichen Anlagen, stellt das Unternehmen stolz fest.

20 Jahre später steht der Maschinenführer vor einem grafischen, real wirkenden Prozessabbild auf einem Flachbildschirm, das er über die Touchoberfläche kontrolliert und die Abläufe per Fingertipp steuert. Die Funktionalität der einstigen Anzeige hat sich um ein Vielfaches vergrößert, ebenso wir die Ankopplungsmöglichkeiten und die Datenverarbeitung der anfallenden Prozessparameter.

Die mittlerweile dritte Nachfolgegeneration der damaligen PCS-Serie ist die Produktreihe der iX-Panel TxA von Beijer Electronics, vormals Lauer. Die Geräte der neuen Touchpanel-Serie kommen überall dort zum Einsatz, wo komfortable Bedienfunktionalitäten in kompakter Form und frischem Design gefordert sind. Mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis helfen die Bedienterminals zum Beispiel in Serienmaschinen die Kosten für die Prozesskontrolle zu reduzieren. Die Gussgehäuse aus Aluminium sorgen für eine lange Lebensdauer, auch in rauen Industrieumgebungen. Ausgestattet mit Windows CE und einer leistungsfähigen ARM CPU besitzen die Panels eine Menge Rechenleistung, um realitätsgetreue Grafikoberflächen sauber darzustellen. Zurzeit stehen drei Varianten mit Displaygrößen von  4, 3, 7 und 10“ zur Auswahl. Die LED-Hinterleuchtung sorgt für eine gute Farbdarstellung und ist nahezu wartungsfrei. Zum Leben erweckt werden die vielseitigen Terminals mithilfe des iX-Developers, dem intuitiv einzusetzenden Projektierungstool. Aus einer Objektbibliothek nutzt der Anwender eine Vielzahl an vorgefertigten Vektorgrafiken oder erstellt eigene und legt sie für zukünftige Projekte in Objektcontainer ab. Komplette Bildschirmseiten können als Vorlagen für weitere Projekte abgespeichert werden.

Melanie Feldmann

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: Redakteurin IEE

(mf)

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