Seit 2012 analysiert das auf den Automotive-Bereich spezialisierte Beratungsunternehmen Berylls jährlich die 100 größten Automobilzulieferer. Wie bereits 2015 war auch 2016 wieder ein Spitzenjahr für die Branche. So stieg der Umsatz um sechs Prozent, die Rendite sogar um acht. Nicht ganz so gut schnitt das Wachstum ab, denn die Branche wuchs 2015 noch um 14 Prozent, aber 2016 lag das Wachstum nur noch bei sechs Prozent. Generell ist aber dennoch ein positiver Trend zu erkennen. Für eine Platzierung in den Top 100 musste der Umsatz im Jahr 2015 mindestens 2,3 Milliarden Euro Umsatz betragen, im Folgejahr waren 2,5 Milliarden nötig.

Neben den Top 100 der Automobilzulieferer zeigt Berylls auch die Next 100. Darunter fallen Firmen, die das Potential haben, in den nächsten Jahren in die Top 100 aufzusteigen. Hier berücksichtigt Berylls vor allem Unternehmen aus Trendsparten wie hier alternativen Antrieben, wo auch deutsche Unternehmen vertreten sind.

Neben den Top 100 zeigt Berylls auch die Next 100. Darunter fallen Firmen, die das Potential haben, in den nächsten Jahren in die Top 100 aufzusteigen. Hier berücksichtigt Berylls vor allem Unternehmen aus Trendsparten wie hier alternativen Antrieben, wo auch deutsche Unternehmen vertreten sind. Berylls

In den Top 100 konnten sich auch 17 deutsche Unternehmen platzieren. Ganz vorne dabei sind zwei deutsche Unternehmen: Bosch auf Platz eins, gefolgt von Continental. Den Sprung in die Top 100 schaffte Freudenberg, das 2015 noch auf Platz 110 lag. Mit der vollständigen Konsolidierung von Vibracoustic und dem damit einhergehenden Wachstum von 68 Prozent ist das Unternehmen auch Wachstums-Champion. Auch andere deutsche Unternehmen konnten ihre Position halten oder verbessern wie beispielsweise ZF Friedrichshafen (von Platz sechs auf fünf), Mahle (von Platz 22 auf 21) oder Hella (unverändert auf Platz 40). Im Ländervergleich lag Deutschland mit 186 Milliarden Euro auf Platz zwei hinter Japan (237 Milliarden) und vor den USA (138 Milliarden).

Automobilzulieferer sind gut für die Zukunft gerüstet

Berylls merkt auch an, dass nahezu alle Zulieferer auf die gängigen Trends der Branche reagiert und sich für die Zukunft neu aufgestellt haben. So beschäftigt Bosch beispielsweise bereits 10.000 Software-Entwickler, ZF und Schaeffler treiben maßgeblich die Elektrifizierung des Fahrzeuges voran, teilweise mit eigenen Studien. Noch drastischer gehen amerikanische Unternehmen vor, die nicht-zukunftstaugliche und wenig profitable Firmenbereiche abspalten und veräußern.

Einen kleinen Ausblick auf die Zukunft gibt Berylls mit der Next-100-Studie, wo das Beratungsunternehmen vielversprechende Zulieferer zeigt. Diese stammen vor allem aus der Digitalisierungswelt und haben das Potential in den nächsten Jahren in die Top 100 aufzusteigen. Die Marktforscher haben dazu die vier Trends automatisiertes Fahren, Mobilitätsdienstleistungen, Konnektivität sowie alternative Antriebe untersucht.

Hier geht es zur Top 100 der Automobilzulieferer.