Continental Automotive Edge Plattform soll zukünftig flexible Software-Updates ermöglichen. (Quelle: Continental)

Continental entwickelt gemeinsam mit AWS die Continental Automotive Edge Plattform (CAEdge). Diese soll zukünftig flexible Software-Updates ermöglichen. (Quelle: Continental)

| von Martin Large

Die Continental Automotive Edge Plattform (CAEdge) soll das Fahrzeug mit der Cloud verbinden. Sie wird durch eine virtuelle Werkbank Möglichkeiten für die Entwicklung, Bereitstellung und Wartung von softwareintensiven Systemfunktionen bieten. So wird es für Fahrer in Zukunft möglich sein, über die Lebensdauer des Fahrzeugs Funktionen durch Software-Updates zu beziehen.

Mehr als 1000 Entwickler an der CAEdge beteiligt

Zur Umsetzung der Continental CAEdge-Plattform werden mehr als 1.000 Entwicklerinnen und Entwickler von Continental die technologischen Möglichkeiten mit Unterstützung von AWS im Rahmen einer Entwicklungskooperation ausschöpfen. Die CAEdge-Plattform wird in der Serienentwicklung eines Automobilherstellers erprobt und soll ab Ende 2021 weiteren Kunden zur Verfügung stehen. Als Teil des ersten Projekts werden Kamera- und Radardaten einer Fahrzeugflotte in die CAEdge-Plattform importiert und für virtuelle Simulationen von hochautomatisierten Fahrten verwendet.

„Software ist der Innovationstreiber im Auto“, erklärt Dirk Abendroth, CTO bei Continental Automotive. „Mit unserer CAEdge-Plattform etablieren wir einen neuen Ansatz der Entwicklung von Fahrzeugarchitekturen und -software in der Automobilindustrie.

Was die CAEdge-Plattform leisten soll

Laut eigenen Angaben bietet die CAEdge-Plattform insbesondere für die Verarbeitung von diesen riesigen Datenmengen eine leistungsstarke Entwicklungsumgebung, die alle Schritte zur Entwicklung hochautomatisierter und autonomer Fahrsysteme unterstützt: von der Sensordatensammlung, Verarbeitung, Datenmanagement, dem Trainieren von Modellen, der virtuelle Simulationen bis zum Update der Fahrzeugsoftware. So ließen sich einzelne Entwicklungsschritte, die bisher vor allem wegen der Übertragung von Daten und des Antrainierens von Algorithmen mehrere Wochen in Anspruch nehmen konnten, in wenigen Stunden realisieren. Dies soll durch die Verwendung der skalierbaren Rechenkapazität und dem maschinellen Lernen von AWS geschehen.

Mit der Continental-Plattform arbeiten zukünftig alle Entwickler und beteiligte Unternehmen in einer standardisierten und automatisierten Entwicklungsumgebung mit den gleichen Werkzeugen, Test- und Absicherungsverfahren. Mit AWS könnten die wichtigsten Sicherheits- und Compliance-Anforderungen wie Datenlokalisierung, -schutz und -vertraulichkeit erfüllt werden. Das bedeutet: Entwickelt ein Automobilhersteller eine neue Produktlösung, so hat nur dieser Zugriff auf die Daten und kann anderen Unternehmen, etwa Continental oder einem anderen Entwicklungspartner, Zugriffsrechte erteilen.

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