Internetseite des Forschungsprojekts SET Level

In dem Forschungsprojekt SET Level geht es um das simulationsbasierte Entwickeln und Testen von automatisierten Fahrzeugen. Daran arbeiten insgesamt 20 Projektpartner aus Wissenschaft und Wirtschaft. Koordiniert wird das Projekt von DLR und BMW. (Quelle: SET Level)

| von Dieter Wirth

Das Ziel des Forschungsprojekts SET Level (Simulationsbasiertes Entwickeln und Testen von automatisiertem Fahren) ist es, eine Simulation zu entwickeln, die flexibel für unterschiedliche Anwendungen und Stufen in der Fahrzeugentwicklung einsetzbar ist und die einen nennenswerten Anteil von Fahrtests in die Simulation verlagern kann. Andernfalls würden die Tests auf der Straße Jahre dauern. Daher ist es für die Zulassung entscheidend, dass das Testen in der Simulation effizient durchgeführt werden kann. Die SET Level-Projektpartner entwickeln dafür eine Methode, mit der kritische Verkehrssituationen digital abgebildet und damit simuliert werden können, vor allem im städtischen Bereich. Dadurch soll sich der künftige Aufwand für die Zulassung automatisch fahrender Fahrzeuge erheblich reduzieren.

dSpace bringt in dieses Projekt sein Know-how bei der Anforderungsanalyse, beim simulations-basierten Testen, der Modellentwicklung und bei der Instanziierung von Werkzeugketten in das Projekt ein und unterstützt das Konsortium mit seiner Expertise im Software-in-the-Loop (SIL)- und Hardware-in-the-Loop (HIL)-Testen. Darüber hinaus stellt dSpace seine Integrations- und Simulationsplattform Veos sowie ModelDesk zur Szenarien-Modellierung und MotionDesk zur 3D-Animation zur Verfügung.

Standardisierung als langfristiger Nutzen

Eine Besonderheit von SET Level ist die enge Anbindung an offene Standards und Simulationswerkzeuge, so dass die SET Level-Methode nach Projektende von vielen Unternehmen und Forschungseinrichtungen genutzt und sogar weiterentwickelt werden kann. „Das Ergebnis unserer Arbeit sollen praxistaugliche Lösungen und Standardisierungen sein. Nur so können wir am Ende eine offene, flexible und leicht bedarfsgerecht erweiterbare Plattform schaffen, die simulationsbasierte Untersuchungen und Tests automatisierter Fahrzeuge in komplexeren Verkehrssituationen unterstützt“, betont der zweite Koordinator von SET Level, Dr. Stefan Rude, Projektverantwortlicher im Bereich virtuelle Absicherung automatisierter Fahrzeuge bei BMW.

Weiterentwicklung von der Autobahn zur Stadt

Für das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte Projekt SET Level steht ein Gesamtbudget von mehr als 30 Millionen Euro zur Verfügung. Es baut auf dem im Mai 2019 abgeschlossenen Kooperationsprojekt Pegasus auf. Hierin hat das DLR mit den Partnern Qualitätsstandards und Methoden zur Absicherung hochautomatisierter Fahrzeuge entwickelt, damit diese künftig zuverlässig auf den Straßen eingesetzt werden können. Lag bei Pegasus der Forschungsschwerpunkt auf dem Themenkontext Autobahn, beschäftigt sich SET Level mit der Entwicklung von Simulationsplattformen, mit denen kostengünstig und flexibel automatisierte und vernetzte Fahrfunktionen im städtischen Bereich getestet werden können. SET Level vertieft die Simulationsansätze von Pegasus auf breiter Basis und erweitert die Anwendung auf den gesamten Verkehrsraum.

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