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Bei der Vorstellung des Projekts in unmittelbarer Nähe des Indener Tagebaus wurde auch bereits der erste Förderbescheid des Bundes überreicht. (Quelle: Forschungszentrum Jülich)

Das Forschungszentrum Jülich baut im Rheinischen Revier ein Helmholtz-Cluster für nachhaltige und infrastrukturkompatible Wasserstoffwirtschaft auf, kurz HC-H2. Dabei fördert das Bundesforschungsministerium das Leuchtturmprojekt im Rahmen des Investitionsgesetzes Kohleregionen über einen Zeitraum von etwa 17 Jahren mit rund 860 Mio. Euro. Auch das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt sich am Aufbau. Darüber haben Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, und Thomas Rachel MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, bei der Vorstellung des Projekts informiert. Rachel konnte bereits den ersten Förderbescheid des Bundes überreichen.

Das HC-H2 wird Technologien für die Produktion, Logistik und Nutzung von grünem Wasserstoff erforschen, entwickeln und großskalig demonstrieren. Im Zentrum der Forschung stehen Technologien, die auf existierende oder einfach installierbare Infrastrukturen für die Lagerung und den Transport von Wasserstoff zurückgreifen. Dies soll die rasche Umsetzung im großen Maßstab ermöglichen. Ein Beispiel ist das Erdgasnetz, das sich auch zum Transport von Wasserstoff nutzen lässt. Daneben konzentriert sich das HC-H2 auf flüssige oder leicht verflüssigbare Wasserstoffträger, die sich ähnlich wie fossile Brennstoffe handhaben lassen. So lässt sich Wasserstoff etwa chemisch in Form von Methanol oder anderen Alkoholen sowie Ammoniak speichern. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Optimierung und Skalierung der LOHC-Technologie. Dabei wird Wasserstoff an organische Trägerflüssigkeiten gebunden. Diese lassen sich etwa mit Tankschiffen oder Tanklastern transportieren und in Tanklagern speichern und nutzen so die bestehende Infrastruktur für flüssige Kraftstoffe.

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