Das Auto der Zukunft ist Software-definiert. Dieses Konzept zeigt ZF unter anderem auf der IAA Mobility 2021. (Bild: ZF)

Das Auto der Zukunft ist Software-definiert. Dieses Konzept zeigt ZF unter anderem auf der IAA Mobility 2021. (Bild: ZF)

Auf der IAA Mobility 2021 präsentiert ZF das modulare eDrive Kit, das die Entwicklungszeit für neue E-Antriebe um bis zu 50 Prozent reduzieren soll. Für autonome Fahrzeuge von Level 2 bis 5 zeigt der Zulieferer die aktuellste Version des ProAI-Supercomputer.

Das leistet das eDrive Kit von ZF

Das Modular eDrive Kit von ZF für elektrische Antriebe bündelt Systemlösungen, Komponenten und Softwaresteuerungen in einer flexiblen und modularen Plattform. Damit soll eine Halbierung der Entwicklungszeit von E-Antrieben bis zur Serienreife erreichbar sein.

Zudem eignet sich das Modular eDrive Kit für unterschiedliche Fahrzeugsegmente: Konfigurationen mit E-Maschinen von 75 bis 400 kW Leistung und von 350 bis 540 Nm Drehmoment sind möglich, und lassen sich auf maximale Performance und Effizienz auslegen. Das Modular eDrive Kit kann zum Beispiel vom Kompaktwagen, mit 100-kW-Antrieb und 400-V-Inverter, bis zum Premiumsegment, mit 200kW und 800V-Inverter auf Silizium-Karbid-Basis, alles abbilden und bietet damit eine größtmögliche Spreizung – je nachdem, ob Kosteneffizienz oder Technologieführerschaft im Fokus stehen.

Weil Systemdesign, Bauweise, Software, E-Motorenkonzept, Kühlung sowie einige Komponenten plattformübergreifend entwickelt werden, entstehen Synergieeffekte und ein vom Start weg höherer Reifegrad. Das Basispaket fußt auf bewährter Serientechnik und lässt sich je nach spezifischer Anwenderanforderung schnell ergänzen oder ausgetauschen.

Um bis zu 50 Prozent soll der Modular eDrive Kit von ZF die Entwicklungszeit für E-Antriebe bis zur Serienreife reduzieren. (Bild: ZF)
Um bis zu 50 Prozent soll der Modular eDrive Kit von ZF die Entwicklungszeit für E-Antriebe bis zur Serienreife reduzieren. (Bild: ZF)

Antriebsplattform bringt Effizienzsteigerungen

Das Modular eDrive Kit umfasst drei Leistungsklassen sowie die Segmente „Premium“ (800 V SiC) und „Basic“ (400 V). Drei E-Antriebe, deren Erfahrungen in das Modular eDrive Kit einfließen, stehen unmittelbar vor dem Serienstart: eine „Low“-Antriebslösung unterhalb 100 kW, eine „Mid“-Antriebslösung bis 200 kW – beide basierend auf ASM- oder PSM-Maschinen und einem Inverter mit 400-Volt-Technologie – sowie eine „High“-Lösung mit einer Leistung von über 200 kW, die im zweiten Halbjahr 2022 in Serie gehen wird und eine PSM-Maschine mit einem Siliziumkarbid-basierten (SiC) Inverter auf 800-Volt-Technologie verbindet.

Das Modular eDrive Kit ist nur eines der Highlights, die ZF-Vorstandschef Wolf-Henning Scheider auf der IAA-Pressekonferenz von ZF vorstellte. Im großen Interview mit AUTOMOBIL-ELEKTRONIK-Chefredakteur Alfred Vollmer, das in Ausgabe 9-10/2021 erscheint, erfahren Sie noch sehr viel mehr zur Firmenstrategie und zu den technischen Neuheiten. (Bild: ZF)
Das Modular eDrive Kit ist nur eines der Highlights, die ZF-Vorstandschef Wolf-Henning Scheider auf der IAA-Pressekonferenz von ZF vorstellte. Im großen Interview mit AUTOMOBIL-ELEKTRONIK-Chefredakteur Alfred Vollmer, das in Ausgabe 9-10/2021 erscheint, erfahren Sie noch sehr viel mehr zur Firmenstrategie und zu den technischen Neuheiten. (Bild: ZF)

Themenwoche autonomes Fahren

Themenwoche autonomes fahren

Die Automobilbranche macht sich auf den Weg zum autonomen Fahren. Im Rahmen der IAA begleiten wir diese Entwicklung mit einer Themenwoche. Eine Übersicht über alle Beiträge zu dem Thema finden Sie hier.

ZF ProAI: Supercomputer für autonome Fahrzeuge

Automatisierte und autonome Fahrzeuge erfordern die Rechenleistung rollender Supercomputer. Herzstück zukünftiger Fahrzeuge ist daher die zentrale Recheneinheit, denn diese ermöglicht bei entsprechender Performance neue Funktionen – zugunsten von Sicherheit, Effizienz und Komfort.

Als Grundlage hat ZF daher einen Hochleistungsrechner entwickelt. Auf der IAA Mobility feiert die jüngste Generation der ZF ProAI ihre Europapremiere. Sie ist laut Herstellerangabe der derzeit flexibelste und leistungsstärkste Supercomputer für die Automobilindustrie. ProAI gibt es in skalierbaren Leistungsstufen von 20 bis 1000 Tera-OPS. Damit hat sich die Leistung im Vergleich zur Vorgängerversion um bis zu 66 Prozent gesteigert und der Energieverbrauch sinkt um bis zu 70 Prozent. Daraus ergibt sich eine Energieeffizienz von 3 Tera-OPS/W. Gleichzeitig wurden alle Varianten der ZF ProAI auf einer einheitlichen Plattform von nur 24 × 14 × 5 cm³ Größe realisiert. Damit nimmt sie weniger Grundfläche ein als ein Tablet. ProAI ist für jeden Fahrzeugtyp und für alle Stufen des automatisierten oder autonomen Fahrens geeignet: von Level 2 bis Level 5.

Auf bis zu 1000 Tera-OPS bringt es der Supercomputer ZF ProAI. Er bildet als zentrale Recheneinheit das Herzstück zukünftiger autonomer Fahrzeuge. (Bild: ZF)
Auf bis zu 1000 Tera-OPS bringt es der Supercomputer ZF ProAI. Er bildet als zentrale Recheneinheit das Herzstück zukünftiger autonomer Fahrzeuge. (Bild: ZF)

Die ZF-Pressekonferenz auf der IAA 2021 (ab 11:30)

Unter dem Motto „Next Generation Mobility. NOW.“ zeigt ZF auf der IAA Mobility 2021 ein modulares eDrive Kit und den neusten ProAI.

Mehr zur Themenwoche autonomes Fahren

Themenwoche autonomes fahren

Weitere Hintergründe, Analysen und Wissenswertes zum Thema autonomes Fahren lesen Sie diese Woche auch bei Automotive IT. Die Redaktion fokussiert sich in ihren Beiträgen unter anderem auf die Rechtslage, den Stand der Infrastruktur und Cybersecurity.

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