Steckverbinder

(Bild: Tolikety)

| von Nicol Schindlbeck,

Von der Homecare-Anwendung zu Hause, über unterschiedliche Medizinapplikationen in Arztpraxen bis hin zu lebensnotwendigen Behandlungsgeräten im Krankenhaus – die Sicherheit des Patienten steht zu jeder Zeit im Vordergrund der . Die hier eingesetzten Behandlungsgeräte sind hochpreisig, leistungsstark, größtenteils auch wartungsaufwendig. Zugleich sehen sich die Apparate kritischen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Doch extreme Temperaturen, Chemikalien für  Desinfektionsverfahren und Spritzwasser dürfen den Gerätschaften nichts anhaben können. Robustheit sowie Zuverlässigkeit müssen gewährleistet – und die gerade in diesem besonderen Umfeld stets funktionsfähig sein.

Schließlich hängen in der von der einwandfreien Funktion und Übertragungssicherheit der eingesetzten Steckverbinder die Patientengesundheit, die Korrektheit der Diagnosen und – je nach Applikation – manchmal sogar Leben ab. In kaum einem anderen Bereich sind die Ansprüche an die technische Ausstattung höher als in der Medizin.

Steckverbinder

Übertragungssicherheit unumgänglich: Moderne Operationsmikroskope in der Neurochirurgie werden lediglich mit der Zunge gesteuert. Tolikety

Komponenten für medizintechnische Geräte müssen also robust und zuverlässig sein, da die elektrische Verbindung ausschlaggebend für deren Funktion ist. Eine defekte Steckverbindung oder ein beschädigtes Kabel kann zu einem Totalausfall mit schwerwiegenden Folgen führen.

Der bayrische Steckverbinderhersteller ODU stellt seit Jahrzehnten Steckverbindungstechnologie und individuelle Lösungen für namhafte Medizintechnik-Unternehmen her.  Der Hersteller hat unter anderem Konzepte für Ausfallschutz und Zuverlässigkeit in der Übertragung von Signalen, Power, Hochstrom, Hochspannung, Koax, Datenraten, Medien wie Luft oder Flüssigkeiten aber auch Lichtwellen entwickelt.

Hinzu kommen Lösungen für die vielfältigen Anforderungen des medizinischen Alltags: Hochfunktionale wie robuste Technik, geeignet für anspruchsvolle und starke Beanspruchung, die gleichzeitig eine ergonomische Bedienung aufweisen. Bei der MRT-Patientenliege, die mit einem automatischen Andocksystem von ODU ausgestattet ist, erfolgt die Kontaktierung zwischen Liege und MRT-Gerät unkompliziert. Dank der schwimmenden Lagerung lassen sich die Kontakte des Steckerteils und die des Buchsenteils ohne große Anstrengungen zusammenführen; sie ermöglichen einen reibungslosen Patientenwechsel, der an dieser Stelle wohlgemerkt im 20-Minuten-Takt erfolgt.

Moderne Diagnostik fordert adäquate Technologie

Bei der Magnetresonanztomographie (MRT) werden durch ein starkes statisches Magnetfeld die Protonen des Wassers im Körper des Patienten beeinflusst. Mithilfe eines über HF-Spulen eingestrahlten, gepulsten Hochfrequenz (HF)-Magnetfeldes werden die Protonen angeregt. Beim Abschalten des HF-Magnetfeldes geben sie kleine magnetische Signale ab, die spezielle Patientenspulen registrieren. Aus diesen Signalen wird letztlich das gewünschte Schnittbild erzeugt. Die Datenübertragung ohne Fehler beziehungsweise Schatten oder Spots ist bei bildgebenden Verfahren unerlässlich. Die Kontaktierung erfolgt je nach Untersuchung durch die unterschiedlichen Patientenspulen mit dem MRT-Gerät und wird über applikations- und gerätespezifisch entwickelte Steckverbindungen wie die von ODU geleistet. Dabei ist es wichtig, dass in der elektrischen nichtmagnetische Materialien eingesetzt werden. Schließlich können selbst kleinste metallische Partikel die magnetisch erzeugte Aufnahme vom men­schlichen Körper in einem Magnetfeldtomographen stören, jeder Fehler in der Übertragung wirkt sich womöglich auf die Diagnose aus. Steckverbinder aus nichtmagnetischen Bestandteilen herzustellen gehört mit zu den technologischen Meilensteinen im Rahmen der elektrischen Verbindungstechnik.

ECk-Daten

Gerade im Medizinsektor muss die intuitive Handhabung sichergestellt werden. In den meisten Fällen muss das Stecken oder Entstecken schnell gehen, von Jedermann durchführbar sein und die Verbindung muss dennoch sicher übertragen. Die heutigen Hightech-Steckverbinder erfüllen die aktuellen Anforderungen. Sie sind anwendungsspezifisch und ebenso wie die Endgeräte langlebig und dennoch effizient. Die Entwickler denken und bauen für die Technologie von morgen noch effizienter, noch robuster und in vielen Fällen noch kompakter.

Auch im bildgebenden Verfahren per Röntgen sind flexible, kompakte und bediensichere Schnittstellenlösungen unerlässlich. Der modulare Steckverbinder stellt eine sehr geeignete Schnittstelle zwischen mobilen Röntgengeräten (C-Bogen) und Monitorwagen dar. Zu den Erfordernissen für den Einsatz gehört, dass die Verbindung für Hochstrom-, Daten- und in nur einem Steckvorgang zuverlässig hergestellt werden kann.

 

Lesen Sie auf der nächsten Seite: „Komponenten für lebenserhaltende Technologien“ und „Hightech in der Steckverbindung“.

Steckverbinder

Der modulare Steckverbinder stellt eine sehr geeignete Schnittstelle zwischen mobilen Röntgengeräten (C-Bogen) und Monitorwagen dar. Siemens

Komponenten für lebenserhaltende Technologien

Für ein Inhalationsgerät, welches auch zur Atemtherapie von Neugeborenen eingesetzt wird, entwickelte ODU eine anwendungsspezifische Systemlösung in hermaphroditer, also gespiegelter und somit passgleicher Bauweise. Diese Steckverbinderlösung bildet die Schnittstelle zwischen der Steuerungseinheit und dem Vernebler.

Lebenserhaltende Technologien erfordern im Besonderen verlässliche Komponenten. Da sich die Möglichkeiten in der Medizin rasant entwickeln, steigen die Anforderungen an die eingesetzte Technologie. Die Bedingungen für die eingesetzte Medizintechnik und die eingebauten Komponenten sind herausfordernd: Bakterien, Stress sowie Notfallsituationen, ein ständig wechselnder Anwenderkreis. Durch heterogenes Personal steigen die Anforderung an Qualität, Verlässlichkeit und intuitive, ergonomische Handhabung beim Stecken und Entstecken. Ist etwa ein Emergency Release und somit eine Abreißverbindung im Bedarfsfall erforderlich oder gilt es mit der Spindel- und Push-Pull-Verriegelung die Verbindung zu sichern? Gleichzeitig muss der Berührschutz zur Gewährleistung der Patientensicherheit gegeben sein. Für jede medizinische Situation das richtige Equipment bieten zu können, wird auch in Zukunft eine Herausforderung bleiben.

Hightech in der Steckverbindung

Nachhaltigkeit ist vor allem bei ausgereiften Verbindungslösungen ein Qualitäts- und Sicherheitsmerkmal. Schnelleres und einfacheres Handling ist dann gegeben, wenn die Steckverbindung nicht bei jeder Anwendung ausgetauscht werden muss. Robuste, qualitativ hochwertige Steckverbindungen gewähren Ausfallsicherheit und garantieren die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit über mehrere Jahre. Bei hochpreisigen Medizingeräten geht man im Schnitt von einem Lebenszyklus von 15 Jahren aus. In dieser Zeit müssen die technischen Einzelteile eine hundertprozentige Ausfallsicherheit gewährleisten. Ein ODU-Kunststoff-Rundsteckverbinder schafft 2000 Zyklen und der modulare Hybridsteckverbinder, rund oder rechteckig, muss sogar über 100.000 Steckzyklen lang seine volle Leistungsfähigkeit halten.

Die Anforderungen auf einen Blick

Welche speziellen Anforderungen stellen die Entwickler an moderne Präzisions-Steckverbindungen und maßgeschneiderte Verbindungstechnologie für den Klinikeinsatz, für Arzt-und Zahnarztpraxen oder in der Homecare-Versorgung? Hier die wichtigsten Auf einen Blick:

Zuverlässigkeit bei jedem Einsatz:

  • Hohe Kontaktsicherheit bei mehr als 100.000 Steckzyklen
  • 100 Prozent nichtmagnetische Steckverbinder
  • Widerstandsfähig gegen Korrosion
  • Einwandfreie Übertragung von Daten, Signalen und Leistung

Einfache und sichere Handhabung:

  • Leichtes und ergonomisches Stecken
  • Automatische Andocksysteme für mobile Geräte
  • Wartungsfreier Betrieb
  • Unterschiedliche Verriegelungssysteme: Push-Pull-Verriegelung, Snap-In-Verriegelung oder Spindelverriegelung

Absolut hygienisch:

  • Sterilisierbar und desinfizierbar
  • Autoklavierbar bis 121 °C
  • Chemische Beständigkeit gegen Reinigungs- und Desinfektionsmittel
  • Gehäusebauform und Oberflächen können einfach gereinigt werden

Nicol Schindlbeck,

Leiterin Unternehmenskommunikation ODU

(tm)

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