Zu den zahlreichen Referenten beim Vector Congress gehörte auch Dr. Marcel Wille von Volkswagen.

Zu den zahlreichen Referenten beim Vector Congress gehörte auch Dr. Marcel Wille von Volkswagen. (Bild: Vector)

Die Keynote zum Start der Veranstaltung hielt Professor Eric Sax vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unter dem Titel „Wagen, fahr schon mal den Harry vor“. In seinen Ausführungen skizzierte er die aktuellen Problemstellungen der immer komplexeren E/E- und Steuergeräte-Entwicklung und wie diese ein Umdenken im Entwicklungsprozess erfordern. Autosar Adaptive, Cyber Security und Big Data sind neben dem autonomen Fahren Themen, die die Branche aktuell beherrschen muss.

Neue Anwendungsfälle, wie autonomes Fahren, Vehicle-to-X-Anwendungen sowie die zunehmende Vernetzung der Fahrzeuge, sind die Hauptmotivation für einen neuen Autosar-Standard, wie Simon Fürst von BMW und Dr. Marcel Wille von Volkswagen aufzeigten. Statt dem statischen Ansatz der Autosar Classic Plattform verlangen immer leistungsfähigere Algorithmen nach einer dynamischen Konfigurierbarkeit des Systems.

Schlüsselaspekt Datensicherheit

Security ist ein, wenn nicht der Schlüsselaspekt im Hinblick auf vernetzte Automobile. Vor diesem Hintergrund versuchte Lorenz Slansky von Daimler die Frage „Car-IT-Security als Standard?“ zu beantworten. Denn einerseits benötigt Standardisierung mehr Zeit und bringt nicht unbedingt einen höheren Security Level mit sich. Andererseits sprechen für den Einsatz standardisierter Prozesse: ausgereifte Technologien, reduzierter Aufwand und Kosten, ein besseres Komplexitäts-Management und die kontinuierliche Verbesserung der Security-Prozesse.

Den Umbruch bei der Entwicklung von E/E-Architekturen thematisierte Dr. Matthias Traub von BMW: Er ging auf die Herausforderungen durch die fortschreitende Digitalisierung ein und sprach über die Integration leistungsfähiger IT-/CE-Technologien, die konsequente Wiedernutzung von Software und den Einsatz von Security-Komponenten zum Schutz vernetzter Funktionen.

Für ADAS und auf dem Weg zum autonomen Fahren spielt das zuverlässige Erkennen des Fahrzeugumfelds eine wesentliche Rolle. Holger Löbel von Baselabs zeigte einen Weg hin zu einem kompletten Workflow für die Sensordatenfusion bei der Vorserien- und Serienentwicklung auf. Darüber hinaus sollen Anwender zukünftig ihre Datenfusionssysteme nur noch einfach konfigurieren und nicht mehr programmieren müssen.

 

(ku)

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