Der Automobilzulieferer Continental und der Internetriese Baidu unterzeichneten Ende Mai eine umfassende strategische Kooperation zum automatisiertes Fahren, vernetzten Fahrzeugen und intelligenten Mobilitätsdiensten. Im Rahmen der Vereinbarung wollen sich Continental und Baidu gemeinsam der Sensorik und Software für Fahrerassistenzsysteme und automatisiertes Fahren widmen. Auch Anwendungen für die Apollo-Plattform von Baidu sowie Straßenversuche und Datenerfassung für das automatisierte Fahren sind Gegenstand der Kooperation.

Apollo-Plattform Frank Jourdan, Continental-Vorstandsmitglied und Leiter der Division Chassis & Safety, und Qi Lu, Group President und COO von Baidu, unterzeichneten das Abkommen am Mittwoch in Berlin.

Frank Jourdan, Continental-Vorstandsmitglied und Leiter der Division Chassis & Safety, und Qi Lu, Group President und COO von Baidu, unterzeichneten das Abkommen am Mittwoch in Berlin. Continental

„Künstliche Intelligenz birgt ein großes Potenzial für soziale Entwicklungen und eines der vielversprechendsten Einsatzgebiete sind intelligente Fahrzeuge“, sagt Qi Lu, Group President und COO von Baidu. „Die Zusammenarbeit mit Continental hat zum Ziel, intelligente Systeme in der Automobilindustrie voranzubringen und ein neues Ökosystem für intelligente Mobilität und automatisiertes Fahren zu schaffen, das sowohl der bestehenden Industrie zugutekommt als auch den Weg für neue Industrien ebnet.“

Bosch liefert Sensorik für die Apollo-Plattform

Bosch will mit einem strategischen Rahmenvertrag, der am 1. Juni im Beisein von Bundeskanzlerin Merkel und dem chinesischen Premier Li Keqiang unterzeichnet wurde, seine Zusammenarbeit mit Baidu verstärken. So soll der Technologiekonzern Sensoren für Baidus offene Apollo-Plattform zur Entwicklung selbstfahrender Autos beisteuern. Zudem arbeiten beide Unternehmen an einer Lösung, die Sensordaten aus Fahrzeugen vor allem für die wichtige Eigenlokalisierung von automatisiert fahrenden Fahrzeugen nutzt. Darüber hinaus wollen die beiden Konzerne an der Erstellung eines gesetzlichen Rahmens für automatisiertes Fahren in China mitwirken.

„China ist mit zuletzt 28 Millionen produzierten Fahrzeugen nicht nur der größte Automobilmarkt, sondern auch bei der Entwicklung des Internets der Dinge und Künstlicher Intelligenz vorne mit dabei“, sagte Dr. Dirk Hoheisel bei der Unterzeichnungszeremonie. „Wir begrüßen die strategische Kooperation mit Baidu. Sie verbindet das Know-How eines High-Tech-Internetkonzerns mit unserer Expertise als weltgrößter Automobilzulieferer, um gemeinsam die Entwicklung der vernetzten Mobilität in China voranzutreiben.“