Der Umsatz der Bauelemente-Distributoren stieg zwar im ersten Quartal um 4 Prozent auf 922 Millionen Euro, doch die Aufträge gingen um 17 Prozent auf 832 Millionen zurück. Das berichtet der Fachverband Bauelemente-Distribution, der einen Großteil der in Deutschland vertretenen Distributionsunternehmen elektronischer Komponenten repräsentiert.

Das sich die Situation in der Bauelemente-Distribution verschlechtert, wird besonders am Book-to-Bill-Verhältnis sichtbar. Im ersten Quartal sank der Wert der Bestellungen unter den der Abrechnungen. In diesem Zeitraum lag das Verhältnis bei 0,90, im vergangenen Jahr betrug es noch 1,0 und mehr.

Das Book-to-Bill-Verhältnis bei elektronischen Komponenten in Deutschland ist im ersten Quartal erneut gesunken.

Das Book-to-Bill-Verhältnis bei elektronischen Komponenten in Deutschland ist im ersten Quartal erneut gesunken. FBDi

Die Umsätze der Bauelemente-Distributoren in Deutschland stiegen im ersten Quartal um 4 Prozent.

Die Umsätze der Bauelemente-Distributoren in Deutschland stiegen im ersten Quartal um 4 Prozent. FBDi

Bei den großen Produktsegmenten wuchsen die passiven Komponenten mit 21,4% (auf 114 Millionen Euro) nach wie vor überdurchschnittlich, gefolgt von den Halbleitern, die um 3,5% auf 664 Millionen Euro zulegten. Alle anderen Produktbereiche, inklusive der Elektromechanik (-4,1% auf 89 Millionen Euro), gingen zurück. Dadurch gaben sich bei dem prozentualen Anteil am Gesamtmarkt auch leichte Verschiebungen zugunsten der Passiven (12%) und der Halbleiter (72%). Die Elektromechanik verblieb bei 10% Anteil, alle anderen Bereiche kamen zusammen auf 6%.

„Die Die makroökonomischen Einflüsse und die daraus resultierende Unsicherheit werden größer“, sagte FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger: „Der Brexit ist nur verschoben, diverse Industrien stehen vor einem drastischen Strukturwandel und die ungute Situation zwischen den USA und China zeigt erste gravierende Auswirkungen auf den Markt, die größte sicherlich der Huawei-Bannstrahl.“