Der Markt für Bauelemente starte gut ins Jahr 2016, ließ dann aber nach.

Der Markt für Bauelemente starte gut ins Jahr 2016, ließ dann aber nach. FBDI

Das vergangene Jahr endete für die beim Fachverband Bauelemente Distribution (FBDI) gemeldeten Unternehmen mit einem Wachstum von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wodurch der Gesamtumsatz auf 3,21 Milliarden Euro anstieg.

Überdurchschnittlich stark verkauften sich Halbleiter-Bauelemente. Ihr Umsatz stieg im letzten Quartal um 2,6 Prozent auf 532 Millionen Euro und im Gesamtjahr um 3,45 Prozent auf 2,26 Milliarden Euro. Schlechter erging es den Distributoren bei den passiven Bauelementen. Die Umsätze brachen im letzten Vierteljahr um 5,3 Prozent auf 103 Millionen Euro ein. Insgesamt ging der Umsatz 2016 um 0,2 Prozent auf 443 Millionen Euro zurück. Noch schlechter lief es bei der Elektromechanik. Die Umsätze im vierten Quartal 2016 verringerten sich um 4 Prozent auf 68 Millionen Euro. Über das Jahr betrachtet verringerten sich die Umsätze um 1,6 Prozent auf 299 Millionen. Positiv überraschen konnte der Bereich Stromversorgungen. Im Jahresvergleich mit 2015 stieg der Umsatz um 11,5 Prozent auf 85 Millionen Euro.

Den genauen Grund für den Rückgang in der sonst eher starken High-Tech-Branche, kennt Georg Steinberger, FBDI-Vorstandsvorsitzender, nicht. Die Auftragseingänge für 2017 sähen bisher gut aus, meint Steinberger. Er erwartet jedoch keine starken oder nachhaltigen Impulse für die Distributoren. Seiner Ansicht nach könnte sich die Lage sogar noch verschlechtern: „Der Druck der Hersteller auf die Distributoren bleibt ungebrochen, man muss fast sagen, es kehrt eine gewisse Rücksichtslosigkeit ein, die letzten Endes schlecht für Distributoren aber auch die Wahlmöglichkeiten der Kunden sein wird.“