Hans Beckhoff: „In klassischen Maschinenbau-Branchen haben wir noch Luft für weiteres Wachstum, kommen aber auch hier mit jeder Maschinengeneration voran.“

Hans Beckhoff: „In klassischen Maschinenbau-Branchen haben wir noch Luft für weiteres Wachstum, kommen aber auch hier mit jeder Maschinengeneration voran.“ Redaktion IEE

Gemessen an der Weltwirtschaftslage im Jahr 2016 kann Hans Beckhoff mit der Entwicklung seines Unternehmens ganz zufrieden sein: Ein Plus von 8 % auf 670 Millionen Euro Umsatz sind beachtlich, zumal bereits 2015 ein Plus von 22  % erreicht wurde. „Auf Jahre mit einem so hohen Wachstum folgt in der Regel ein moderateres Jahr“, so Hans Beckhoff. Zum Erfolg beigetragen haben vor allem Deutschland mit über 28 % Zuwachs sowie EMEA (ohne BRD) mit einer Umsatzsteigerung von 14 %. Beide Regionen zusammen stehen für rund zwei Drittel des Umsatzes.

Innovationen sichern Wachstum

Im Zentrum des Messeauftritts von Beckhoff standen zwei PC-Generationen, ein Embedded-PC mit bis zu 12 Kernen sowie ein Mini-Rechner mit Atom-CPU. „Der Compact-IPC C6015 erschließt Anwendungen, die der IPC-Technologie bisher aus Kosten- oder Platzgründen verschlossen waren“, betonte Roland van Mark. Der nur 82 x 82 x 40 mm kleine Multi-Core-IPC baut um den Faktor 3 kleiner als der bisher kleinste Beckhoff-Rechner. Dennoch ist eine Atom-CPU mit vier Kernen integriert, die bis 55 °C ohne Lüfter arbeiten kann. „Verantwortlich dafür ist das Kühlkonzept mit einem besonderen Kühlkkörper“, so van Mark. Es unterstützt auch die flexible Montage: Die vertikale oder horizontale Rückwandbefestigung sowie die klassische Hutschienenmontage ist möglich. Die Anschlussebene kann also frei gewählt werden. Dazu der Produktmanager für Industrie-PCs: „Bei bis zu sechs anzuschließenden Leitungen ist es wichtig, die Anschlussebene entsprechend der meist vom Maschinenlayout vorgegebenen Kabelzuführung ausrichten zu können.“

Laut Andreas Thome, Beckhoff, „ein Hammer auf der Hutschiene“: der Embedded CX20x0 mit bis zu 12 Kernen und der Winzling C6015, der in beliebiger Einbaulage montiert werden kann.

Laut Andreas Thome, Beckhoff, „ein Hammer auf der Hutschiene“: der Embedded CX20x0 mit bis zu 12 Kernen und der Winzling C6015, der in beliebiger Einbaulage montiert werden kann. Redaktion IEE

Am anderen Ende der Skala, sorgen weitere Varianten der Embedded-PC-Serie CX2000 für einen Leistungszuwachs auf der Hutschiene. „Die Many-Core-Rechner CX2042, 2062 und 2072 nutzen Xeon-D-Prozessoren mit vier, acht und 12 CPU-Kernen und ermöglichen auf der Hutschiene die Leistung eines Industrie-Servers vom Schlage einer CPU C6670“, betonte Produktmanager PC-Control Andreas Thome. Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Leistungssteigerung ist die separate Grafikkarte: Da die Xeon-CPUs über keine eigene Grafikeinheit verfügen, wurde eine Grafikkarte mit separatem 2-GB-RAM-Speicher integriert. Dazu Thome: „Die Separation vermeidet hemmende Einflüsse zwischen beiden Recheneinheiten.“ Die Leistungsdichte von CPU und GPU auf engem Raum erfordert den Einsatz eines kabellos gesteckten und bei Bedarf einfach austauschbaren Lüfters. Die Basisschnittstellen der CX2000-Reihe bleiben unverändert.