"Die Digitalisierung der industriellen Produktion ist das Wachstumsthema schlechthin", sagte Winfried Holz,Winfried Holz auf der HMI 2017.

„Die Digitalisierung der industriellen Produktion ist das Wachstumsthema schlechthin“, sagte Winfried Holz,Winfried Holz auf der HMI 2017. Redaktion IEE

Für 2018 wird im Gesamtmarkt für Industrie 4.0 ein Zuwachs von mehr als 22 % erwartet, wodurch der Markt drei Jahre in Folge dreistellig wachsen würden. Das teilte der Digitalverband Bitkom auf Basis aktueller Prognosen des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens ­Pierre Audoin Consultants mit. „Industrie 4.0 ist ein echter Wirtschaftstreiber. Die ­Digitalisierung der industriellen Produktion ist das Wachstumsthema schlechthin“, sagte Bitkom-Präsidiumsmitglied Winfried Holz bei der Vorstellung der aktuellen Marktzahlen auf der Hannover Messe.
Die stärkste Nachfragesteigerung ist im Maschinen- und Anlagenbau zu verzeichnen. Die Umsätze mit Industrie 4.0-Lösungen in diesem ­Bereich legen in diesem Jahr voraussichtlich um 23 % auf 1,5 Milliarden Euro zu. Auch der Automobilbau ist ein ­starker Treiber für Industrie 4.0 und liegt mit einer Milliarde Euro Umsatz auf Platz zwei. In diesem Jahr sollen die Aus­gaben im Bereich Automotive laut Prognose um 20 % auf 1,2 Milliarden Euro zulegen. Nach Umsatz auf Platz drei folgt die Elektronik-Branche, die in diesem Jahr 817 Millionen Euro in Industrie-4.0-Lösungen investiert, ein Plus von 22 % gegenüber dem Vorjahr.

Wachstum in Software, Hardware und IT-Services

Der Umsatz mit Industrie steigt in diesem Jahr um 21 % und soll auch in Zukuft weiter zunehmen.

Der Umsatz mit Industrie steigt in diesem Jahr um 21 % und soll auch in Zukuft weiter zunehmen. Bitkom

Durch die Nachfrage profitieren die Industrie-4.0-Marktsegmente Software, Hardware und IT-Services. Mit einem erwarteten Anstieg um 22 % auf 3,6 Milliarden Euro ist der Bereich IT-Services der umsatzstärkste. Wohingegen das größte Wachstum im ­Bereich Software erwartet wird: Um 24 % auf 1,5 Milliarden Euro. Weit oben auf der Agenda für das Wahljahr 2017 stehen laut dem Verband der Breitbandausbau, aber vor allem gemeinsame und branchenübergreifende Standards zur durchgängigen Kommunikation und Ver­netzung sowie Regeln für Datenschutz und ­Datensicherheit. Zugleich forderte Holz marktnahe Leuchtturmprojekte. Auch industrielle Kompetenzzentren könnten den Nutzen ­anhand konkreter Erfolge sichtbar machen.