Vom B-2-C- zum B-2-B-Distributor

Bayern

Aus dem Zentrallager des Elektronikdistributors Conrad im oberpfälzischen Wernberg-Köblitz werden im Tagesdurchschnitt 35.000 Pakete ausgeliefert. Conrad

Von Avnet über Digi-Key bis Bürklin haben viele Distributoren ihren (Deutschland-)Sitz in Bayern. Als Konstante hat sich dabei das 1923 in Berlin und seit 1946 in Hirschau in der Oberpfalz ansässige Familienunternehmen Conrad Elektronik erwiesen. Aktuell werden aus dem Zentrallager in Wernberg-Köblitz täglich im Schnitt 35.000 Pakete in 150 Länder versandt. Geordert wird zunehmend online – ein Bereich, den der Distributor zuletzt stark forciert hat. So brachte er 2017 den Conrad Marketplace an den Start, eine digital Handelsplattform, die analog zu etwa dem Amazon Marketplace auch andere  Anbieter nutzen können. Mit dem Marktplatz-Prinzip verbindet man in der Oberpfalz eine ambitionierte Ausweitung des Portfolios: „Bis Ende 2019 wollen wir von 750.000 regulär gelisteten Produkten beziehungsweise 1,2 Millionen Produkten auf dem Marktplatz auf insgesamt zehn Millionen Artikel kommen“, erklärt Stefan Fuchs, Vice President von Conrad Business Supplies, gegenüber elektronik industrie. „Dabei spielt der Marktplatz eine zentrale Rolle, da wir dieses Vorhaben über den klassischen Einkauf nur selektiv lösen können.“ Dass sich der Marktplatz an Geschäftskunden richtet, ist Teil des Wandels vom B-2-C zum B-2-B-Unternehmen, den Conrad in den letzten 20 Jahren – seit der Gründung von Conrad Business Supplies 1998 – durchlief. „Zwischenzeitlich nimmt der B-2-B-Bereich einen deutlich größeren Anteil ein als das B-2-C-Segment“, erläutert Stefan Fuchs. „Vor einigen Jahren haben wir festgelegt, dass Conrad sich vor allem als B-2-B-Company versteht.“ Mit dem entsprechenden Nachdruck verfolge man die dazugehörigen Maßnahmen.

 

Wie macht man Daten aus der Produktion transparent? Diese Frage wird auf der nächsten Seite behandelt.

 

Seite 3 von 41234