Bild 4: Im Koffer-Messsystem enthalten ist auch ein Teleskop zur Messung der Leucht- und Strahldichte für Winkel von 0,011 und 0,1 rd.

Bild 4: Im Koffer-Messsystem enthalten ist auch ein Teleskop zur Messung der Leucht- und Strahldichte für Winkel von 0,011 und 0,1 rd. GL Optik

Vor dem Hintergrund des hohen Blaulichtanteils von LED-Lichtquellen muss die Blaulichtgefährdung (englisch = Blue Light Hazard) von LEDs mit geeigneten Messsystemen bestimmt werden. Für eine mögliche Schädigung der menschlichen Netzhaut ist jedoch nicht allein der Blaulichtanteil des Lichts verantwortlich. Neben der spektralen Zusammensetzung des Lichtes sind die Zeitdauer der Einwirkung sowie die Leuchtdichte von wesentlicher Bedeutung. So weist zwar ein Blick in den blauen Himmel einen hohen Blauanteil auf, jedoch hat das Streulicht nur eine sehr geringe Leuchtdichte zur Folge und ist daher unproblematisch im Gegensatz zur direkten Strahldichte der Sonne.

Wie erwähnt nimmt die Norm EN-62471 nimmt eine Einteilung in Risikogruppen vor und definiert Kriterien, die bei der Messung von Lampen in der Allgemeinbeleuchtung anzulegen sind. Es ist hierbei der Messabstand zu wählen, bei dem die Beleuchtungsstärke 500 Lux beträgt (jedoch nicht kleiner als 200 mm). In diesem Abstand wird entschieden, ob es sich in Bezug auf den Betrachtungswinkel um eine kleine oder große Lichtquelle handelt. Die Lichtquelle gilt bis zu einem Bogenmaß von 0,011 rad als klein, was einem Lichtquellen-Durchmesser von 2,2 mm bei einem Abstand von 200 mm entspricht. Für die in der Regel kleinen LED-Chips wäre dies der Fall. Betrachtet man Lichtquellen bei 0,1 rad gelten sie als „groß“ und würden dem natürlichen Beobachtungswinkel des menschlichen Auges entsprechen, innerhalb dessen die emittierte Strahlung gemessen wird.

Bild 5: Nicht größer als ein Reisetrolley ist das mobile Messsystem von GL Optic.

Bild 5: Nicht größer als ein Reisetrolley ist das mobile Messsystem von GL Optic. GL Optik

Um solche Messungen durchzuführen und entsprechend den Norm-Kriterien die photobiologische Sicherheit zu bewerten, gibt es von GL Optic das Set GL PSM (Photobiological-Safety-Measurement). Damit lassen sich alle risikorelevanten Messfaktoren unter Berücksichtigung des Messabstandes und Abstrahlwinkels erfassen. Beispielsweise kann so mittels eines Messteleskoprohrs der menschliche Beobachtungswinkel mit 0,1 rad reproduzierbar simuliert werden.

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