Baidu hat (auch) eigene Pläne

Als weltgrößter Automarkt mit zuletzt rund 28 Millionen produzierten Fahrzeugen pro Jahr ist China ein wichtiges Absatzgebiet für Techniken zum automatisierten Fahren. Chinesische Verbraucher stehen dem Thema schon heute sehr aufgeschlossen gegenüber. In einer repräsentativen Bosch-Umfrage in sechs Ländern sprachen sich 74 Prozent der befragten Chinesen für eine rasche Einführung des automatisierten Fahrens in ihrem Land aus. Zum Vergleich: In Deutschland waren es 33 Prozent der Befragten, in den USA 31 Prozent.

Vor diesem Hintergrund verwundert es wenig, dass der Internetkonzern Baidu auch eigene Pläne zum autonomen Fahren entwickelt hat. So kündigte er für diesen Juli Technologien für autonom fahrende Fahrzeuge in einem abgeschlossenen Umfeld an. Bis 2020 sollen entsprechende Technologien auch für Autobahnen und den Stadtverkehr entwickelt werden. Für das Apollo benannte Projekt sollen Entwicklungspartner Autos, Sensorik und andere Komponenten beisteuern. Bosch wird jedoch nicht Teil dieses Projekts sein: Bereits im November beendeten die beiden Unternehmen ihre gemeinsame Forschung zu autonom fahrenden Vehikeln, da keine Übereinstimmung über das weitere Vorgehen gefunden werden konnte.

 

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